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status: final
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:::{index} single: Beatmungsbeutel
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:::{index} single: Reservoir
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:::{index} single: T-Stüc
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:::{index} single: PEEP
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:::{index} single: Positive End-Exspiratory Pressure
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:::{index} single: Bakterienfilter
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:::{index} single: Überdruckventil
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:::{index} single: Beatmungsmaske
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(beatmungsbeutel)=

# Beatmungsbeutel

Der selbstfüllende Beatmungsbeutel ist das einfachste Hilfsmittel, welches dem Fachpersonal zur Verfügung steht, und kommt in vielen Bereichen (Rettungsdienst, Krankenhaus, …) zum Einsatz.
Er ermöglicht die kontrollierte oder assistierte Beatmung eines Patienten.
Er kann mittels einer Beatmungsmaske angewendet, oder an andere Systeme (Tuben) angeschlossen werden.


:::{figure} ../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/Pallinger-Christoph/Ambubeutel_32741_crop.001341px.jpg
:alt: "Selbstf\xFCllender Beatmungsbeutel \"Ambu Mark IV\" mit Reservoir, O\u2082-Verbindungsschlauch,\
:  \ Bakterienfilter, Beatmungsmaske und aufgestecktem PEEP-Ventil"

Selbstfüllender Beatmungsbeutel "Ambu Mark IV" mit Reservoir, O₂-Verbindungsschlauch, Bakterienfilter, Beatmungsmaske und aufgestecktem PEEP-Ventil

© Ch. Pallinger  {term}`ℓ MfG`
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:::{margin} Bestandteile
- Luftzuführventil
  - O₂-Leitung
  - Reservoir
- Balg
- T-Stück

  1. Vom Balg kommend
  2. Zum/vom Patienten: + Bakterienfilter + Kapnometrie, Beatmungsmaske od. Tubus
  3. Ausführung, evtl. mit PEEP-Ventil

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Ein Beatmungsbeutel besteht üblicherweise aus einem *Luftzufuhrventil*, einem selbstentfaltenden *Balg* und einem *T-Stück* mit einem Ventil.
An der Luftzufuhr kann eine *Sauerstoffleitung* und ein *Sauerstoffreservoir* angeschlossen werden, um den Sauerstoffgehalt des Einatemgases zu erhöhen.
Mit Hilfe eines {strong}`Reservoirs <Reservoir>`, welches Sauerstoff während der Beatmungspausen zwischenspeichert, kann die O₂-Konzentration des Einatemgases weiter gesteigert werden.  [^footnote-1]

Am **T-Stück** gibt es *3 Schenkel*:
- Einer kommt vom Beatmungsbalg,
- einer führt zum Patienten und
- einer zum Auslass.

Das *Ventil* des T-Stückes *trennt die Ein- von der Ausatemluft* des Patienten.
Am Patientenschenkel soll ein **Bakterienfilter** und eventuell Messvorrichtungen (z. B. zur **CO₂-Messung**, vgl. {ref}`Kapnometrie <Kapnometrie>`) angebracht werden.
Er wird mittels Normanschluss mit einer *Beatmungsmaske* oder einem anderen Atemwegs-Device verbunden.
Manche Systeme verfügen zusätzlich über ein **Überdruckventil**, welches bei Erreichen eines bestimmten Atemwegsdrucks öffnet um eine Mageninsufflation zu vermeiden.

Am Ausführungsschenkel kann ein {ref}`PEEP-Ventil <PEEP>`* aufgesteckt werden.
PEEP steht für *Positive End-Exspiratory Pressure* (positiver end-exspiratorischer Druck).
Der PEEP sorgt dafür, dass am Ende der Ausatmungsphase (Exspiration) der Druck in den Atemwegen nicht auf 0 absinkt, sondern stattdessen ein positiver Druck aufrecht erhalten wird.
Dadurch wird ein Kollaps der Alveolen verhindert.
Bei der Maskenbeatmung ist zu beachten, dass der PEEP nur erreicht werden kann, wenn das Beatmungssystem *luftdicht* ist.
Sobald die Maske nicht mehr dicht aufsitzt, verliert das PEEP-Ventil seine Wirkung, da die Ausatemluft unkontrolliert über die *Leckage* entweichen kann.

[^footnote-1]: Andere O₂-Systeme sind am Markt verfügbar (Demand-Ventile, etc.),
    aber nur begrenzt verbreitet.



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:width: 100%
:name: Figure-Bilderserie-Beatmungsmasken

Beatmungsmasken unterschiedlicher Größen: 0, 2,
3/4, 5. Die Farben der Masken haben keine besondere Bedeutung.

© Ch. Pallinger  {term}`ℓ MfG`
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% Hygienische Wiederaufbereitung
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%     .. sidebar:: Hygienische Wiederaufbereitung
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%         -   Ein- und Mehrwegprodukte
%         -   Ggfs. Desinfektion gem. Hygieneplan
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% Es gibt Beatmungsbeutel als Einweg- und Mehrwegprodukt. Einwegprodukte
% müssen nach Gebrauch entsorgt werden. Mehrwegprodukte können durch
% Desinfektion gemäß des jeweils gültigen Hygieneplans wiederaufbereitet
% werden. I. d. R. muss der Beatmungsbeutel dazu *komplett zerlegt* werden!
% Die Herstellerhinweise sind zu beachten.

