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status: final
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(Gerinnungsdiagnostik)=

# Gerinnungsdiagnostik

:::{index} single: Thromboplastinzeit
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:::{index} single: Quick
:::
:::{index} single: TPZ
:::
:::{index} single: INR
:::
:::{index} single: aPTT
:::
:::{index} single: Thrombinzeit
:::
:::{index} single: TZ
:::
:::{index} single: Thrombozytenzahl
:::
:::{index} single: Fibrinogenkonzentration
:::

(gerinnungslabor)=

## Übliche Gerinnungstests


:::{list-table} Übliche Gerinnungstest
:header-rows: 1
:stub-columns: 1
:widths: 20 10 70

* - Test
  - Abkz., Syn.
  - Beschreibung
* - Prothrombinzeit

    Thromboplastinzeit
  - PTZ, TPZ, Quick; INR
  - - Extrinsic System, Faktor II, IIV, X, V
    - INR International normalized Ratio = Gerinnungszeit beim Patienten / Gerinnungszeit einer gesunden Kontrollgruppe
    - Verlängert bei Vitamin-K-Mangel, Cumarintherapie, schweren Leberschäden.
    - Blutungsprognose:
      Nur eingeschränkt.
      Ein pathologischer INR bedeutet potenziell erhöhtes Blutungsrisiko, aber normale Werte schließen relevante Störungen (z. B. Thrombozytenfunktionsstörungen, vWS) nicht aus.
* - Aktivierte partielle Thromboplastinzeit
  - aPTT
  - - Erfasst Störungen im intrinsischen System (Faktoren VIII, IX, XI, XII)
    - Verlängert bei Hämophilie A/B, Faktor XI-Mangel, Faktor XII-Mangel, Heparintherapie, Lupus-Antikoagulans.
    - Verlängerte aPTT korreliert nicht zwingend mit Blutungsneigung (z. B. Faktor XII-Mangel → keine Blutung).
    - Umgekehrt können Patienten mit normaler aPTT blutungsgefährdet sein (z. B. vWS, Thrombozytenstörungen).
* - Thrombinzeit
  - TZ
  - - Zugabe von Thrombin – misst Fibrinogenpolymerisationszeit
    - Verlängert bei Hypo-/Dysfibrinogenämien, Heparin, Fibrinspaltprodukten.
    - Blutungsprognose: sehr spezifisch für Fibrinogenstörungen, aber im Screening selten routinemäßig aussagekräftig.
    - **Keine Erfassung von Faktor XIII!**
* - Fibrinogenkonzentration
  - Fbg
  - - Erniedrigt bei Verbrauchskoagulopathie (DIC), schweren Leberschäden.
    - Stark erniedrigte Werte → Blutungsgefahr.
    - Erhöht als Akutphase-Protein (ohne direkten Bezug zur Blutungstendenz).
* - Thrombozytenzahl
  -
  - - Erniedrigt <50.000/µl → Risiko für spontane Blutungen, <20.000/µl → hohe Blutungsgefahr.

    - Aber: Normale Zahl = keine Aussage über Funktion! (z. B. ASS-, Clopidogrel-Einnahme, Thrombozytopathien).
:::

:::{todo} {issue}`26` GRAFIK: Gerinnungskaskade und Interventionen

../Pictures/Gerinnungskaskade-Interventionen.png
:width: 100%

:::


:::{list-table} Laborparameter der Gerinnung
* - Parameter
  -
  - Bedeutung
* - PTZ
  -
  - ist vorallem vom aktivierten Faktor VII abhängig,

    Monitoring bei Vitamin K-Antagonisten und Leberfunktionsstörung
* - INR
  -
  - Verhältnis der Gerinnung von normalem Plasma zum Patientenplasma
* - aPTT
  -
  - spiegelt die plasmatische Gerinnung (XII, XI, VIII, IX, X, V, II, I) wieder.

    Eine isolierte aPTT-Erhöhung bei normalen PTZ-Werten findet man bei Heparinwirkung, Hämophilie, Faktor XI-Mangel.

    Monitoring von UFH und DTI(Agatroban)!
* - TZ
  - Thrombinzeit
  - ist erhöht bei Fibrinogenmangel, Hyperfibrinolyse, Dysfibrinogenämie, UFH und DTI (Dabigatran)
* - Fibrinogen
  -
  - erhöht bei Sepsis/SIRS;  erniedrigt bei Blutungen, Leberfunktionsstörungen, hochdosierter Kortisontherapie;

    Bei DIC findet sich die Kombination erniedrigtes Fibrinogen, PTZ und Thrombozyten mit erhöhtem D-Dimer, wobei die Dynamik beurteilt werden muss!
* - ATIII
  - Antithrombin
  - ist erniedrigt bei Sepsis, Leberfunktionsstörung, kongenitalem oder erworbenen Mangel.

    Bewirkt einen inadäquaten aPTT-Anstieg unter Heparin.
* - aXA
  -
  - zeigt die hemmende Wirkung von LMWH, UFH, Danaparoid/Orgaran, Fondaparinux/Arixtra, Rivaroxaban/Xarelto, Apixaban/Eliquis.

    Die Eichkurve ist für jedes Antikoagulanz verschieden, daher muss das Antikoagulanz angegeben werden.

    Zielspiegel sind 4h nach Gabe.
* - D-Dimer
  -
  - ist erhöht bei TVT/PE, Infektionen, DM, Tumoren, Katecholamingabe, Lasixgabe.

    Ein negatives D-Dimer schließt eine TVT/PE aus!
* - XIII
  -
  - ist erniedrigt bei Verbrennungen, kongen. Mangel, bei Polytrauma mit Massenblutung!! |
* - vWF
  -
  - ist bei SIRS/SEPSIS ebenfalls erniedrigt. Eine sichere Diagnostik kann daher erst nach Abklingen eines Infekts erfolgen.
* - Protein C
  -
  - ist erniedrigt bei Vit-K-Antagonisten Gabe, Leberfunktionsstörung, Sepsis, DIC, kongenitalem Mangel mit Thromboseneigung
* - ACT
  -
  - misst die Dauer bis zur Bildung eines Cloth´s (Blut + Kaolin), normal 120–150 sec, Verlängert bei UFH bei HLM im Hochdosisbereich, im Niedrigdosisbereich sind die Werte ungenau (ungeeignet für DTI-Monitoring) = „Vollblut-aPTT" = Globaltest der Gerinnung.
:::



Die Standard-Labor-Gerinnungstests (Quick/INR, aPTT, Thrombinzeit, Fibrinogen, Thrombozytenzahl) werden traditionell als "Screening" auf Gerinnungsstörungen verwendet. Ihre tatsächliche Aussagekraft, insbesondere in Bezug auf das Blutungsrisiko, ist allerdings **stark begrenzt**.
Normale Werte schließen eine klinisch relevante Blutungsneigung nicht sicher aus (z.B. vWS, Faktor-XIII-Mangel, qualitative Plättchendefekte).

Pathologische Werte müssen im klinischen Kontext interpretiert werden (z.B. kommt es beim Faktor XII-Mangel zu einer aPTT-Verlängerung, aber ohne klinische Relevanz).

Die Tests sind v. a. nützlich für:
- *Monitoring* von Antikoagulanzien (INR bei VKA, aPTT bei unfraktioniertem Heparin, Anti-Xa bei niedermolekularem Heparin)
- Abklärung schwerer *Leberfunktionsstörungen* / Verbrauchskoagulopathie
- Screening bei *klinischem Verdacht*, nicht als Routinepräoperative Tests.

:::{attention}
Die Standard-Gerinnungstests haben nur einen *eingeschränkten prädiktiven Wert für Blutungsrisiken*.
:::

Entscheidend ist die **klinische Blutungsanamnese** (vgl. {numref}`TAB-Fragebogen-Detektion-Blutungsneigung`: {ref}`TAB-Fragebogen-Detektion-Blutungsneigung`).
Bei unklaren Situation sind spezielle Tests (z. B. von-Willebrand-Diagnostik, Plättchenfunktionsanalysen, Faktor XIII) erforderlich.


:::{list-table} Fragebogen zur Detektion einer Blutungsneigung (Erwachsene) nach {term}`♛ ÖGARI Gerinnungsevaluierung 2024`
:header-rows: 1
:widths: 60 40
:name: TAB-Fragebogen-Detektion-Blutungsneigung

* - **Frage**
  - **Zusatzfragen / Notizen des Arztes**

* - **1.** Beobachten Sie folgende **Blutungsarten** – auch ohne erkennbaren Grund?
  - pos. Blutungsanamnese

* - **1a.** **Nasenbluten**
  (ohne andere Ursachen wie Schnupfen, trockene Luft, starkes Naseputzen etc.)
  - - immer (2)
    - nur saisonal (0)
    - bei Medikamenteneinnahme (1)
    - arterielle Hypertonie? (4)
    - HNO-Ursache? (3)

* - **1b.** **Blaue Flecken oder punktförmige Blutungen**
  (auch am Körperstamm; auch ohne sich anzustoßen)
  - - unfallträchtige Tätigkeiten (0)
    - immer schon oder ab wann? (2)
    - bei Medikamenteneinnahme (1)

* - **1c.** **Gelenksblutungen, Blutungen in Weichteile oder Muskel**
  - - JA (2)

* - **2.** Beobachten Sie bei Schnittwunden und/oder Schürfwunden ein **längeres Nachbluten**?
  - - \> 5 Minuten (2)
    - bei Nassrasur etc.? (2)
    - bei Medikamenteneinnahme (1)

* - **3.** Gab es in der Vorgeschichte **längeres / verstärktes Nachbluten beim Zahnziehen**?
  - - Nachbehandlung nötig? (5, 2)
    - bei Medikamenteneinnahme (1)

* - **4.** Gab es in der Vorgeschichte eine **verstärkte Blutung während oder nach Operationen**?
  - - welche Operationen? (5)
    - Blutung nicht chirurgisch (2)

* - **5.** Heilen Ihre **Wunden** schlecht ab?
  - - lange nässend, klaffend? (2)
    - Neigung zur Keloid-Bildung? (2)

* - **6.** Gab / gibt es in Ihrer Familie (Blutsverwandtschaft) Fälle von **Blutungsneigung**?
  - - Verwandtschaftsgrad (2)
    - Diagnose bekannt? (2)

* - **7.** Nehmen Sie **Medikamente zur Blutverdünnung**?
       – VKA: Sintrom®, Marcoumar®
       – XABANE: Eliquis®, Lixiana®, Xarelto®
       – DTI: Pradaxa®
       – APT: ASS, Plavix®, Efient®, Brilique®

    **7c.** Nehmen Sie **Schmerz- oder Rheumamittel**?
    Nehmen Sie **Gingko-Präparate**?
    Nehmen Sie **Antidepressiva vom Typ der SSRI**?
  - - Angabe der Medikamente (1)
    - Blutungsneigung bei Medikamenteneinnahme (2, 4, 6)

* - **8.** Zusatzfrage an Patientinnen:
  Sind Ihre **Monatsblutungen verlängert (> 7 Tage)** und/oder verstärkt (häufiger Wechsel von Tampons/Binden)?
  - - seit Menarche? (2)

* - **9.** Ist bei Ihnen jemals eine **Thrombose** festgestellt worden?
  - - JA (2)
* -
  -
* - **Konsequenzen (Legende):**
    (0) keine
    (1) Medikamentenanamnese
    (2) Konsultation Gerinnungsteam
    (3) Konsultation HNO
    (4) Konsultation Interne
    (5) Befundaushebung
    (6) Konsultation Interne / Chirurgie – ggf. Karenz / Bridging
  -
:::



:::{raw} latex
\begin{minipage}{\linewidth+\marginparwidth+\marginparsep}
:::

:::{figure} ../../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/Gabriel-Sebastian/Input/Blutungsanamnese-Entscheidungsbaum.png
:width: 100%

Blutungsanamnese Entscheidungsbaum
:::

:::{raw} latex
\end{minipage}
:::



:::{list-table} Gerinnungsbefunde — Interpretation[^gerinnungsbefunde-legende]
:header-rows: 1
:widths: 7 7 7 7 7 7 7 51

* - **Thrombo**
  - **BZ**
  - **aPTT**
  - **TPZ**
  - **TZ**
  - **Fbg**
  - **FSP**
  - **Mögliche Ursachen**

* - ↓
  -
  - norm.
  - norm.
  -
  -
  -
  - Massivtransfusion, exzessiver Verbrauch, Splenomegalie, Knochenmarkdepression, immunologische Zerstörung

* - norm.
  - ↑
  - norm.
  - norm.
  -
  -
  - –
  - Thrombozytenfunktionsstörung, von-Willebrand-Erkrankung, NSAID, Acetylsalicylsäure

* - norm.
  -
  - ↑
  - norm.
  -
  -
  - –
  - Hämophilie, Heparinkontamination

* - norm.
  -
  - norm.
  - ↑
  -
  -
  - –
  - Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel, Kumarin

* - norm.
  -
  - ↑
  - ↑
  - ↑
  -
  - –
  - Vitamin-K-Mangel, Heparin, Kumarin

* - norm.
  - ↑
  - ↑
  - ↑
  - ↑
  -
  - –
  - Heparin, Fibrinogenmangel, Fibrinspaltprodukte, DIC

* - ↓
  - ↑
  - ↑
  - ↑
  - ↑
  -
  - –
  - Massivtransfusion, DIC, Heparin

* - ↓
  - ↑
  - ↑
  - ↑
  -
  - ↓
  - ↑
  - DIC
:::


[^gerinnungsbefunde-legende]: Legende: ↓ vermindert/erniedrigt, ↑ verlängert/erhöht, BZ: Blutungszeit, TPZ: Thromboplastinzeit, TZ: Thrombinzeit, Fbg: Fibrinogen, FSP: Fibrinspaltprodukte
<!-- -->




:::{index} single: Rotations-Thromboelastometrie
:::
:::{index} single: ROTEM
:::
:::{index} single: Point of Care; ROTEM
:::

(ROTEM)=

## Rotations-Thromboelastometrie (ROTEM)

ROTEM. TEG; Point of Care Messung

Oszillierender Stempel in einer fixen Küvette;  erfasst die Qualität des Blutgerinnsels, und eine vorzeitige Lyse, aber NICHT Störungen der primären Hämostase (VWS, ASS, Thienopyridine).



:::{list-table} ROTEM: Parameter
:header-rows: 1

* - Parameter
  - Bedeutung
* - CT
  - Coagulationstime vom Start bis Gerinnselbildung, verlängert bei Faktorenmangel oder Heparin
* - CFT
  - Clotformationstime von Start Gerinnselbildung bis 20 mm, Geschwindigkeit der Gerinnselbildung
* - MCF
  - Maximalclotfirmness, Festigkeit des Gerinnsels (54–59 mm, Fibtem 8–23 mm)
* - LI
  - Lyseindex, normal > 85 %, sonst Hyperfibrinolyse
:::


| Modus  | Eigenschaft                   | Beurteilung                                      |
| ------ | ----------------------------- | ------------------------------------------------ |
| INTEM  | aPTT                          | CT 100—170 s; XII, XI, IX, VIII, X, V, II, I     |
| EXTEM  | PTZ                           | CT 36—69 s; VII, X, V, II, I                     |
| HEPTEM | + Heparinase                  | CT kürzer als bei INTEM: UFH oder NMWH           |
| FIBTEM | Einfluss der Thrombos gehemmt | MCF < 8mm: Fibrinogenmangel                      |
| APTEM  | + Aprotinin                   | besserer Cloth als im EXTEM bei Hyperfibrinolyse |


:::{list-table} Typische ROTEM-Reagenzien
:header-rows: 1
:widths: 15 25 25 35

* - **Test**
  - **Aktivierung / Prinzip**
  - **Hauptaussage**
  - **Klinische Bedeutung**

* - **INTEM**
  - Intrinsischer Weg (ähnlich aPTT)
  - [Verlängert bei Faktorenmangel (VIII, IX, XI, XII), Heparin, Lupus-Antikoagulans]{.deep}
  - [Basis-Test, Referenz für HEPTEM]{.deep}

* - **EXTEM**
  - Extrinsischer Weg (ähnlich Quick/INR)
  - [Sensitiv für Vitamin-K-Mangel, Cumarintherapie, Lebererkrankung; reagiert auch auf Plättchenfunktion]{.deep}
  - [Standard-Screening im ROTEM,]{.deep} spiegelt *Thrombozytenfunktion* wider

* - **FIBTEM**
  - [Wie EXTEM, aber mit Cytochalasin D (Thrombozyten gehemmt)]{.deep}
  - Misst ausschließlich *Fibrin-bedingte Gerinnselfestigkeit*
  - Niedriges MCF = Hinweis auf *Fibrinogenmangel* oder Dysfibrinogenämie

    Ermöglicht Detektion einer Hyperfibrinolyse

* - **HEPTEM**
  - [Wie INTEM, jedoch mit Heparinase-Zusatz]{.deep}
  - [Neutralisiert Heparineffekt]{.deep}
  - [Vergleich mit INTEM → Differenz zeigt Heparinwirkung an]{.deep}
:::


Eine weitere Besonderheit des ROTEM ist die einfache Bedienung, sie kann grundsätzlich auch *patientennah*, z.B. im Schockraum, erfolgen.
Man spricht daher auch von einer "*Point of Care*"-Methode (*PoC*).

Das ROTEM kommt besonders in Situationen mit hohem *Blutungsrisiko* bzw. bestehender *Blutung* und dringendem Therapiebedarf zum Einsatz und hilft, die *Gerinnungstherapie gezielt* einzuleiten (Fibrinogenkonzentrat, Prothrombinkomplex, Tranexamsäure, Thrombozyten etc.) und soll Therapie im "Gießkannenprinzip vermeiden.


:::{admonition} Synopsis
Das ROTEM ist ein modernes Point-of-Care-Diagnostikverfahren, das die Gerinnung in Echtzeit im Vollblut darstellt und dadurch eine deutlich bessere Aussagekraft für akute Blutungssituationen hat als Standard-Labortests.
:::


:::{figure} ../../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/CC-BY-SA-4.0/Thrombelastometrie_ROTEM_001341px.\*

Schematische ROTEM-Kurve
:::


:::{todo} ROTEM BEispielbefunde
:::

:::{seealso}
-   {term}`🗎 Drotarova 2023` \[[Link](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10606358/)\]
-   [Deranged Physiology: Intepretation of abnormal ROTEM data](https://derangedphysiology.com/main/required-reading/haematology-and-oncology/Chapter-108/intepretation-abnormal-rotem-data)
:::
