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status: final
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(wirbelsaeulentrauma)=

# Wirbelsäulen- und Rückenmarkstrauma

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Ein Wirbelsäulentrauma ist eine Gewalteinwirkung auf die Wirbelsäule, die zur Verschiebung, Verrenkung oder zur Fraktur von Wirbeln mit oder ohne Rückenmarkschädigung führt .

## Typische Unfallmechanismen

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:::{margin} Typische Unfallmechanismen
- Hochgeschwindigkeitsunfall
- Sturz ≥ 3-fache Patientengröße bzw- > 3 m
- Penetrierende Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule
- Sportverletzungen im Kopf- oder Nackenbereich
- Trauma nach Sprung ins Wasser
- Bewusstloser Traumapatient
- Stauchungsverletzung der HWS (z. B. Schlag auf Kopf)
- Suizidversuch durch Erhängen
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- Hochgeschwindigkeitsunfall
- Sturz ≥ 3-fache Patientengröße bzw- > 3 m
- Penetrierende Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule
- Sportverletzungen im Kopf- oder Nackenbereich
- Trauma nach Sprung ins Wasser
- Bewusstloser Traumapatient
- Stauchungsverletzung der HWS (z. B. Schlag auf Kopf)
- Suizidversuch durch Erhängen

## Gefahren

- Kompression des Rückenmarks
  (aufgrund von Einblutungen ins Rückenmark
  und dadurch bedingtes Ödem)
- Durchtrennung des Rückenmarks
- Lähmungen (Parese)
- Sensibilitätsstörungen (Parästhesie)
- Schock (Neurogener / spinaler Schock)
- Begleitverletzungen
- Verletzung des Rückenmarks
- Neurologische Ausfälle
- Neurogener Schock
- Begleitverletzungen

## Schleudertrauma, Peitschenschlagsyndrom

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:::{margin} Schleudertrauma, Peitschenschlagsyndrom
- Auffahrunfall
- Zerrung des Halsrückenmarks
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Schleudertraumen kommen bei Auffahrunfällen vor, insbesondere dann, wenn der Patient nicht angeschnallt war, oder die Kopfstütze fehlt. Es kommt zu einer Zerrung des Halsrückenmarks, welche sich durch *Schmerzen im HWS-Bereich*, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus und evtl. neurologische Ausfälle (in schweren Fällen) bemerkbar macht.

## Querschnittssyndrom

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:::{margin} Querschnittsyndrom
- Ausfall von Motorik und/oder Sensibilität
- Blutdruckabfall
- Schlaffe oder spastische Lähmung der Extremitäten
- Inkontinenz
- Dauererektion
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Kommt es zu einer Druckerhöhung (z. B. aufgrund einer Blutung) im Rückenmark oder zu einer Durchtrennung des Rückenmarks können Symptome eines Querschnitts auftreten. Ein sorgsamer und vorsichtiger Umgang bei der Rettung, der Untersuchung und dem Transport des Patienten ist unbedingt notwendig. Es können folgende Symptome auftreten:

- Ausfall von Motorik und/oder Sensibilität
- Blutdruckabfall aufgrund fehlender Gefäßregulation
- Schlaffe oder spastische Lähmung der Extremitäten
- Inkontinenz aufgrund von Blasen-/Darmlähmung
- Dauererektion (Priapismus)

## Spinaler Schock

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:::{margin} Spinaler Schock
- Querschnittslähmung
- Fehlender Gefäßregulation
- Atemlähmungen (bei hohem Querschnitt (im Bereich der HWS))
:::
::::

Aufgrund des Unfalls kommt es zu einer plötzlichen Durchtrennung des Rückenmarks, wodurch die Steuerung der Gefäßregulation (und somit der Gefäßtonus) versagt. Somit sinkt der Blutdruck rasch ab, es kommt zu einer lebensbedrohlichen Kreislaufstörung. Bei einem hohen Querschnitt kann auch nervöse die Atemmuskulatur betroffen sein und es zur Atemlähmung kommen.

(tt09031c)=
(m-ws-trauma-verdacht)=

### Maßnahmen: Rückenmarksverletzung, Verdacht

Taktik

: Immobilisation und Transport in eine geeignete Einrichtung
  zur Abklärung

⛑ Basismaßnahmen
: - Erkennen der
    {ref}`Indikation zur Wirbelsäulenimmobilisation <IndikationWirbelsaeulenimmobilisation>`
  - **HWS-Immobilisation** (HWS-Schiene)
  - Bergung mit Schaufeltrage, Spineboard oder
    KED-System
  - **Lagerung** und Schienung mittels Vakuummatratze, Schaufeltrage mit
    Fixationsmöglichkeit oder Spineboard.
    Welches Hilfsmittel
    eingesetzt wird ist abhängig vom Patientenzustand,
    dem Training des Teams, internen Vorschriften und
    vorhandenem Material.
  - **Monitoring**: Achte besonders auf Störungen
    von Atmung und Bewusstsein, Schockentwicklung und
    beginnende neurologische Ausfälle.
  - **Transportentscheidung**: Je nach
    lokalen Gegebenheiten

(tt09032c)=
(m-ws-trauma)=

### Maßnahmen: Rückenmarksverletzung mit Symptomen

Taktik

: **Zeitkritisch! Vitale Bedrohung!**
  Zügige Bergung,
  Immobilisation und Transport in eine geeignete Einrichtung

Vgl. {ref}`m-einschaetzung-indikation-ws-immobilisation`

⛑ Basismaßnahmen
: - Bei ansprechbaren Patienten:
    immer
    **HWS-Immobilisation** (HWS-Schiene)
  - **Bergung**
    mit Schaufeltrage, Spineboard oder
    KED-System
  - **Lagerung** und Schienung mittels
    Vakuummatratze, Schaufeltrage mit Fixationsmöglichkeit oder
    Spineboard.
    Welches Hilfsmittel
    eingesetzt wird ist abhängig vom Patientenzustand,
    dem Training des Teams, internen Vorschriften und
    vorhandenem Material.
  - Bei Querschnittslähmung:
    Kennzeichnung der Sensibilitätsgrenze mit Angabe der Uhrzeit
  - **Monitoring**: Achte besonders auf Störungen
    von Atmung und Bewusstsein, sowie Schockentwicklung.
  - **Transportentscheidung**: Schockraum
