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status: final
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(arteriellergefaessverschluss)=

# Peripherer arterieller Gefäßverschluß

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:::{margin} Peripherer arterieller gefäßverschluss
- Verschluß eines blut*zuführenden* Gefäßes
- Chronische Gefäßschädigung,
  z. B. Bei Diabetes mellitus, Hypertonie …
- pAVK: Periphere arterielle Verschlusskrankheit
:::
::::

Beim *arteriellen Gefäßverschluss* wird das zuführende Gefäß
verschlossen. Es kommt zu einer schmerzhaften Unterversorgung der Extremität mit Blut (Ischämie).
Der komplette Verschluss passiert plötzlich.

Meistens liegt eine chronische Schädigung der Gefäße infolge anderer Erkankungen oder aufgrund eines ungesunden Lebensstils vor. Ursachen für solch eine Gefäßschädigung sind z. B. die Zuckerkrankheit (*Diabetes mellitus*), Hypertonie, erhöhte Blutfette oder das Rauchen. Die Gefäße verkalken und verändern sich auch sonst nicht zu ihrem Vorteil.

```{rubric} Chronische Grunderkrankung: pAVK
```

Wenn die Gefäße nur verengt sind, spricht man von der *peripheren arteriellen Verschlusskrankheit*, abgekürzt
**paVK**.
Sie ist eine häufige chronische Erkrankung.
(*Achtung*: Obwohl es
"*Verschluss*krankheit" heißt, sind die Gefäße nicht komplett verschlossen, sondern nur verengt!)

## ABCDE

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:::{margin} Symptome
- Schmerz
- Blässe
- Kein Puls
- Gefühllosigkeit
- Lähmung
:::
::::

Die Symptome ergeben sich aus der Unterversorgung der Extremität mit sauerstoffreichem Blut: sie ist blass, kalt, tut höllisch weh und die Rekap-Zeit ist nicht mehr sinnvoll messbar. Zusätzlich wird die Extremität gefühllos und gelähmt. Der Patient kann ein Kribbeln empfinden (*"Ameisenlaufen"*). [^footnote-1] (Lähmung).

[^footnote-1]: Im englischen werden die Symptome als die *"five P’s of limb
    ischemia"* zusammengefasst: Pain (schmerzend) Pale (blaß), Pulseless
    (pulslos), Paresthesia (gefühllos), Paralysis

::::{only} not nosidebar

:::{margin} ABCDE
②

: Schmerzen, Schonhaltung

④

: Lokalisierter Schmerz; Blässe, Empfindungsstörungen, evtl. Lähmung
  der betr. Extremität

Ⓒ

: Periphere Pulse der betr. Extremität schlecht/nicht tastbar
:::
::::

②

: Der Patient erscheint schmerzgeplagt und nimmt oft eine
  Schohnhaltung ein.

④

: Leitsymptom ist der Schmerz, zusammen mit Blässe,
  Empfindungsstörungen und evtl. auch Lähmung der betroffenen
  Extremität, keine Angabe eines Traumas.

Ⓒ

: In der betroffenen Extremität sind die peripheren Pulse schlecht
  oder überhaupt nicht tastbar.

:::{note}
- Die klassischen Symptome des arteriellen Gefäßverschlusses sind
  Schmerz, Blässe, Pulslosigkeit, Gefühllosigkeit und evtl. Lähmung
  der betroffenen Extremität.
:::

## SAMPLER

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:::{margin} SAMPLER
🅂

: ABCDE

🄼

: Je nach Begleiterkrankungen

🄿

: pAVK, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Vorhofflimmern

🅁

: Siehe 🄿
:::
::::

🅂

: Siehe ABCDE.

🄼

: Bei Vorhofflimmern wird dem Patienten meist eine gerinnungshemmende
  vorbeugende Therapie verordnet ("Blutverdünnung", z. B. Marcoumar,
  "Thrombosespritzen", z. B. Lovenox, Fragmin).

🄿

: Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit ist häufig schon
  bekannt. Oft liegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes
  mellitus vor. Vorhofflimmern kann aufgrund der Bildung eines Embolus
  einen Verschluss auslösen.

🅁

: Darunter fallen Herz-Kreislauferkrankungen welche die Gefäße
  schädigen wie die arterielle Hypertonie; weiters ist hier der
  Diabetes mellitus zu nennen. Vorhofflimmern kann, wie bereits
  erwähnt, zur Bildung eines Embolus, welcher den Verschluss auslöst,
  führen, insbesonders bei fehlender oder unzureichender
  gerinnungshemmender Therapie.

(m-arterieller-gefaessverschluss)=
(proc-mi74041c)=

## Maßnahmen: Peripherer arterieller Gefäßverschluss

Taktik

: Symptomatische Therapie und zügiger Transport an geeignete Einrichtung

⛑ Basismaßnahmen
: - Lagerung: Extremität hängen lassen, weich und warm lagern
  - Schonend transportieren
  - Nüchtern lassen
  - Zieleinheit: Abteilung für Chirurgie (Gefäßchirurgie)

🕏 Pharmakotherapie
: - Flüssikeitssubstitution, Vollelektrolytlösung
    (Herabsetzung der Blutviskosität)
  - Schmerztherapie
  - Erwäge intraarterielle Lidocain-Injektion
    (bei Gefäßverschluss in der Endstrombahn, nur im Einzelfall)
  - Antikoagulation oder Lyse nur nach Rüsprache mit Chirurgen oder Interventionalisten.
