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:::{index} single: Management; Patient Blood
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(Patient-Blood-Management)=

# Patient Blood Management

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{ref}`Blutprodukte`
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Das Patient Blood Management umfasst Maßnahmen zur Reduktion des Transfusionsbedarfs, insbesondere bei geplanten blutungsriskanten Operationen.

Präoperativ erfolgt eine *Anämiediagnostik* etwa 6 Wochen vor dem Eingriff mit Ursachensuche und gezielter Therapie bzw. Korrektur.
Ergänzend wird eine *Gerinnungsdiagnostik* durchgeführt, und bei Bedarf sollte eine Verschiebung des Operationstermins erwogen werden.

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Eine *präoperative Eigenblutspende* kommt bei ausgewählten Patientengruppen (z. B. seltene Blutgruppen oder spezielle Antikörperkonstellationen) oder bei ausdrücklichem Patientenwunsch infrage, insbesondere bei hoher Transfusionswahrscheinlichkeit, spätestens 2 Wochen vor der Operation.

Intraoperativ stehen eine *minimalinvasive Operationstechnik*, sorgfältige chirurgische Blutstillung sowie eine unspezifische Gerinnungsoptimierung im Vordergrund.
Hierzu zählen insbesondere die Aufrechterhaltung der Normothermie, die Vermeidung einer Azidose und die Korrektur einer Hypokalziämie.
{index}` <Autotransfusion; maschinelle>`
{index}` <MAT>`
Zusätzlich kann eine *maschinelle Autotransfusion* (*MAT*; Wiederaufbereitung von abgesaugtem Blut; z. B. CellSaver™) eingesetzt werden.

Die Gabe von Bluttransfusionen erfolgt streng indikationsgerecht.
Bei einem Hämoglobinwert von > 8 g/dl sollte eine Transfusion von *Erythrozytenkonzentraten* nur erfolgen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

-   Es bestehen klinische Hinweise auf globale oder regionale Sauerstoffdefizite unter Berücksichtigung relevanter *Vorerkrankungen*.
-   Es ist von einem *absoluten Hämoglobinverlust* auszugehen (vor kristalloidem Volumenersatz).
-   Es ist mit einem relevanten *bevorstehenden Blutverlust* zu rechnen.

Zur Verbesserung der individuellen Anämietoleranz werden anästhesiologisch-intensivmedizinische Maßnahmen eingesetzt.
Hierzu zählen insbesondere die Optimierung des Herzzeitvolumens und der Beatmung sowie die Reduktion des Sauerstoffverbrauchs.
Postoperativ sind eine suffiziente Anxiolyse und Schmerztherapie (Optimierung des O₂-Bedarfs), die Kontrolle des Eisenstatus mit ggf. Substitution sowie gegebenenfalls die Gabe von Erythropoetin relevant.




