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changes:
                -   2026-10-10: Strukturierte Überarbeitung; historische Dosierungen und offene Zulassungsfragen gekennzeichnet
maintainer:     GABRIEL Sebastian (interim)
authors:
                -   GABRIEL Sebastian
copyright:      Critical Care Club Austria — Verein zur Förderung der Versorgung kritisch Kranker und Verletzter (CCCA)
license:        Creative Commons Namensnennung-Share Alike 4.0 International <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de>
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(fenoterol)=

# Fenoterol


:::{sidebar} Achtung!

Angaben ohne Gewähr!
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Spezialitäten, Markennamen
:   -   Berotec™ Dosieraerosol: 0,100 mg / Hub
    -   Berodual Dosieraerosol: 0,05 mg Fenoterolhydrobromid und 0,02 mg Ipratropiumbromid / Hub
    -   Berodualin® - Inhalationslösung: 1 ml Lösung (= 20 gtt) enthält 0,5 mg Fenoterolhydrobromid und 0,261 mg Ipratropiumbromid

Fenoterol ist ein *kurzwirksames β₂-Sympathomimetikum-Agonist* (*SABA*) mit bronchodilatierender und uterusrelaxierender Wirkung.
Die Anwendung zur Tokolyse ist hinsichtlich aktueller Zulassung, Präparateverfügbarkeit und Sicherheitsvorgaben gesondert zu prüfen.

Wirkung
:   -   Bronchodilatation durch β₂-Adrenozeptor-Stimulation
    -   Relaxation der Uterusmuskulatur
    -   Dosisabhängig kardiale β-adrenerge Wirkungen

Indikationen
:   -   Bronchospasmus bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, insbesondere Asthma bronchiale
    -   Tokolyse zwischen der 22. und 37. SSW

Kontraindikationen
:   -   Tachyarrhythmien
    -   Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
    -   Bei geplanter Tokolyse zusätzlich geburtshilfliche Gegenanzeigen, insbesondere relevante Blutung und vorzeitige Plazentalösung, sowie besondere kardiovaskuläre Risiken beachten

Dosierung
:   -   *Bronchospasmolyse, Dosieraerosol*:
        1–2 Hübe zu je 0,100 mg,
        Wiederholung und Maximaldosis ausschließlich nach aktueller Fachinformation des konkreten Inhalators.
    -   *Tokolyse, Dosieraerosol*:
        2–5 Hübe; **nicht als aktuelle Dosierungsempfehlung verwenden**, bis Indikation und Evidenz geklärt sind.
    -   *Tokolyse, i.v.*:
        Langsamer Bolus 0,025 mg.
        Dauerinfusion 0,00001–0,00005 mg / kg / min.
        Diese Angaben sind **nicht zur unmittelbaren klinischen Anwendung freigegeben**; aktuelle Fachinformation und geburtshilfliche Standards prüfen.


Nebenwirkungen
:   -   Tachykardie, Palpitationen, Rhythmusstörungen
    -   Tremor, Nervosität, Kopfschmerzen
    -   Hypokaliämie, Hyperglykämie
    -   Bei hochdosierter systemischer Anwendung: Myokardischämie, Lungenödem und Laktatazidose möglich

Pharmakodynamik
:   -   Aktivierung von β₂-Adrenozeptoren und Anstieg des intrazellulären cAMP.
    -   Relaxation bronchialer und uteriner glatter Muskulatur.
    -   β₂-vermittelte intrazelluläre Kaliumverschiebung kann eine Hypokaliämie auslösen.

Pharmakokinetik
:   -   Rascher Wirkungseintritt nach inhalativer Gabe.
    -   Systemische Exposition abhängig von Applikationsweg und Dosis.
    -   Präparatespezifische Angaben zu Wirkdauer, Metabolismus und Elimination anhand der Fachinformation ergänzen.

Schwangerschaft und Stillperiode
:   -   *Schwangerschaft*:
        Bei inhalativer Bronchospasmolyse Nutzen-Risiko-Abwägung.
        Systemische Tokolyse nur nach aktueller geburtshilflicher Indikationsstellung und Beachtung der Sicherheitsbeschränkungen.
    -   *Stillperiode*:
        Präparatespezifische Fachinformation beachten.

Anwendungshinweise
:   -   Bei schwerem Asthmaanfall nicht allein auf ein Dosieraerosol ohne geeignete Inhalationshilfe vertrauen; leitliniengerechte Akuttherapie sicherstellen.
    -   Bei systemischer Anwendung Überwachung von Herzfrequenz, Blutdruck, EKG, Kalium und Glukose.
    -   Bei Tokolyse zusätzlich maternales und fetales Monitoring entsprechend geburtshilflichem Standard.

Wechselwirkungen
:   -   Andere Sympathomimetika und Methylxanthine können unerwünschte kardiale Wirkungen verstärken.
    -   Diuretika und Glukokortikoide können das Hypokaliämierisiko erhöhen.
    -   Betablocker können die bronchodilatierende Wirkung abschwächen und Bronchospasmen begünstigen.


