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status: final
changes:
                -   2026-10-10: Strukturelle und fachliche Überarbeitung der Monographie
maintainer:     GABRIEL Sebastian (interim)
authors:
                -   GABRIEL Sebastian
copyright:      Critical Care Club Austria — Verein zur Förderung der Versorgung kritisch Kranker und Verletzter (CCCA)
license:        Creative Commons Namensnennung-Share Alike 4.0 International <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de>
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:::{index} single: Xipamid
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:::{index} single: Sulfonamide (Xipamid)
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(Xipamid)=

# Xipamid


:::{sidebar} Achtung!

Angaben ohne Gewähr!
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Spezialitäten, Markennamen
:   Aquaphoril®

Xipamid ist ein sulfonamidabgeleitetes, thiazidähnliches Diuretikum mit antihypertensiver und natriuretischer Wirkung.

Wirkung
:   -   Hemmung der tubulären Natriumchlorid-Rückresorption mit vermehrter Ausscheidung von Natrium, Chlorid und Wasser
    -   Vermehrte renale Kalium- und Magnesiumausscheidung
    -   Blutdrucksenkung durch Verminderung des Extrazellulärvolumens und längerfristige vaskuläre Effekte

Indikationen
:   -   Arterielle Hypertonie
    -   Kardiale Ödeme
    -   Renale Ödeme

Kontraindikationen
:   -   Schwere Leberfunktionsstörung mit Präcoma oder Coma hepaticum
    -   Therapieresistente Hypokaliämie
    -   Schwere Hyponatriämie
    -   Hypovolämie
    -   Hyperkalzämie
    -   Gicht
    -   Schwangerschaft und Stillzeit gemäß den präparatespezifischen Angaben

Dosierung
:   -   Übliche orale Anfangsdosis bei Erwachsenen: 20 mg einmal täglich
    -   Bei unzureichender Wirkung gegebenenfalls Steigerung bis 60 mg täglich unter Kontrolle von Elektrolyten, Volumenstatus und Nierenfunktion
    -   Hypertonie 10–20 mg
    -   Ödeme bis 40 mg
    -   bei Niereninsuffizienz bis 80 mg (statt 60 mg)

:::{todo}
Dosisbereich, zugelassene Indikationen, Einnahmezeitpunkt und gegebenenfalls indikationsabhängige Höchstdosis mit der aktuellen österreichischen Fachinformation abgleichen.
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Nebenwirkungen
:   -   Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypomagnesiämie und hypochlorämische metabolische Alkalose
    -   Dehydratation, Hypovolämie und orthostatische Hypotonie
    -   Reversibler Anstieg von Harnstoff und Kreatinin, insbesondere zu Behandlungsbeginn oder bei Volumenmangel
    -   Hyperurikämie und Auslösung eines Gichtanfalls
    -   Muskelkrämpfe und Muskelspasmen
    -   Müdigkeit, Antriebsarmut, Lethargie, Kopfschmerzen und Schwindel
    -   Angst, Unruhe oder Agitiertheit
    -   Mundtrockenheit und vermehrtes Schwitzen
    -   Palpitationen
    -   Oberbauchbeschwerden, abdominelle Krämpfe, Diarrhö und Obstipation
    -   Photosensibilitätsreaktionen
    -   Sehstörungen einschließlich einer akuten Myopie
    -   Pankreatitis, auch hämorrhagische Verlaufsformen
    -   Akute Cholezystitis

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Bei neu auftretenden Sehstörungen oder Verdacht auf akute Pankreatitis Xipamid absetzen und unverzüglich abklären.
Bei ausgeprägten Elektrolytstörungen besteht ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen.
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Pharmakodynamik
:   Xipamid hemmt die renale Rückresorption von Natriumchlorid und steigert dadurch die Diurese.
    Die erhöhte distale Natriumverfügbarkeit begünstigt Kaliumverluste.
    Die antihypertensive Wirkung ist nicht ausschließlich durch die akute Diurese erklärbar.

Pharmakokinetik
:   Xipamid wird oral angewendet.
    Die diuretische Wirkung hält über mehrere Stunden an und erlaubt üblicherweise eine einmal tägliche Gabe.
    Proteinbindung 99%, HWZ etwa 7 h, Wirkdauer 12–24 h.

:::{todo}
Resorption, Bioverfügbarkeit, Proteinbindung, Wirkungseintritt, Wirkdauer, Eliminationshalbwertszeit und Eliminationswege anhand der aktuellen Fachinformation ergänzen.
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Schwangerschaft und Stillperiode
:   Anwendung nur entsprechend der aktuellen Fachinformation; die ursprüngliche Monographie führt Schwangerschaft und Stillzeit als Kontraindikationen an.

:::{todo}
Verbindlichen Wortlaut der österreichischen Fachinformation für Schwangerschaft und Stillzeit übernehmen.
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Anwendungshinweise
:   -   Regelmäßige Kontrolle von Natrium, Kalium, Magnesium, Kreatinin und Harnstoff
    -   Kontrolle von Blutdruck, Orthostase, Körpergewicht und Volumenstatus
    -   Bei entsprechender Disposition Kontrolle der Harnsäure
    -   Erhöhte Vorsicht bei älteren Patienten und bei gleichzeitiger Behandlung mit weiteren Antihypertensiva

Wechselwirkungen
:   -   Andere Antihypertensiva: verstärkte Blutdrucksenkung möglich
    -   Arzneimittel mit arrhythmogenem Potenzial: erhöhtes Risiko bei diuretikainduzierter Hypokaliämie
    -   Digitalisglykoside: erhöhtes Toxizitätsrisiko bei Hypokaliämie
    -   Lithium: mögliche Erhöhung der Lithiumkonzentration
    -   Nichtsteroidale Antirheumatika: mögliche Abschwächung der diuretischen und antihypertensiven Wirkung sowie Beeinträchtigung der Nierenfunktion

:::{todo}
Wechselwirkungen und klinisch relevante Warnhinweise anhand der aktuellen österreichischen Fachinformation prüfen und gegebenenfalls vervollständigen.
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