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status: final
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:::{index} single: Ödem
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:::{index} single: Pathomechanismen
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# Grundlegende Pathomechanismen

Durch krankhafte Vorgänge kann es im Gewebe zu

- Ödemen (Wasseransammlung im Gewebe),
- Emphysemen (Luftansammlung im Gewebe),
- Entzündungen ({ref}`entzuendung`),
- Tumoren ({ref}`tumor`)
- Ischämie (Mangeldurchblutung) oder
- Nekrosen (Absterben von Zellen bzw. Gewebe)

kommen.



:::{index} single: Entzündung
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:::{index} single: inflammation
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:::{index} single: Tumor; Entzündung
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:::{index} single: Rubor
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:::{index} single: Calor
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:::{index} single: Dolor; Entzündung
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:::{index} single: Funtio laesa
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(entzuendung)=

## Entzündung ist eine Reaktion des Körpers

:::{margin} Entzündung

- Reaktion des Körpers

  1. *Rötung* (Rubor)
  2. *Schwellung* (Tumor)
  3. *Überwärmung* (Calor)
  4. *Schmerz* (Dolor)
  5. *Funktionsverlust* (Funtio laesa)

- Auslöser

  - Fremdkörper
  - Krankheitserreger
  - Mechanische Beanspruchung
  - Chemische Substanzen
  - Physikalische Noxen
  - Psyche
  - …

- "-itis"
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*engl., lat.*
: inflammation

Der Begriff bezeichnet eine typische Reaktion des Körpers, bestehend aus

> 1. *Rötung* (Rubor),
> 2. *Schwellung* (Tumor),
> 3. *Überwärmung* (Calor),
> 4. *Schmerz* (Dolor) und
> 5. *Funktionsverlust* (Funtio laesa).

Mögliche Auslöser sind Fremdkörper, Krankheitserreger, mechanische oder psychische Beanspruchung, chemische Substanzen oder andere pyhsikalische Noxen.
Typisch für die Bezeichnung von Entzündungen ist das Suffix {dfn}`-itis`, welches i.d.R. an die betreffende Organbezeichnung angehängt wird:

- Gastritis: "Magenentzündung"
- Hepatitis: Leberentzündung
- Pankreatitis: Entzündung der Bauchspeicheldrüse,
- Meningitis: Hirnhautentzündung
- Rhinitis: "Schnupfen"
- Otitis: Ohrenentzündung



:::{index} single: Ischämie
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(ischaemie)=

## Ischämie

:::{admonition} Definition
**Ischämie** bezeichnet den Zustand der **Mangeldurchblutung** eines Gewebes.
Dadurch kommt es zu einer Unterversorgung eines Gewebes mit sauer- und nährstoffstoffreichem Blut sowie zu einem verminderten Abtransport von Schadstoffen.
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Eine Ischämie kann grundsätzlich überall im Körper vorkommen.
Es kann zu Funktionsausfällen und Schäden des Gewebes bishin zur **Nekrose** (Gewebstod) kommen.
Schmerzen sind ein typisches Symptom.
Häufig betroffene Gewebe sind:

- Herzmuskel (Herzinfarkt, {ref}`herzinfarkt`)
- Hirn (trockener Insult)
- Darm (Mesenterialinfarkt)
- Extremitäten
  (Periphere arterielle Verschlusskrankheit,
  arterieller peripherer Gefäßverschluss, {ref}`ArteriellerGefaessverschluss`)



:::{index} single: Tumor
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:::{index} single: Raumforderung
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:::{index} single: Sarkom
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:::{index} single: Karzinom
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:::{index} single: Ca.
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:::{index} single: N.
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:::{index} single: Neoplasma
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:::{index} single: Blastom
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:::{index} single: Leukämie
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(tumor)=

## Tumore, Neubildungen, Krebs

Die meisten Zellen des menschlichen Körper teilen sich regelmäßig.
Eine Kontrolle dieses Vorgangs ist jedoch erforderlich um zu gewährleisten, dass die Zellen nicht unkomtrolliert und wild zu wuchern beginnen.
Der Körper verfügt über verschiedene Mechanismen um die Zellteilung im richtigen Maß zu halten.

Wenn diese Mechanismen versagen, kommt es zu einem unkontrollierten Wachstum und *Neubildung* von Gewebe (**Neoplasie**, als Diagnose oft mit " `N.`" abgekürzt).
Daraus resultiert in der Regel eine *Raumforderung*.

Man unterscheidet zwischen *gutartigen* (**benignen**) und *bösartigen* (**malignen**) Neubildungen:

Bösartige Neubildungen
: bestehen aus *entarteten* Zellen, welche ihre typischen Zelleigenschaften und -funktionen verloren haben.
  Sie wachsen in andere Gewebestrukturen ein (wachsen *infiltrativ*) und können *Absiedelungen* (:dfn:`Metastasen`) bilden.
  Metastasen können z. B. über die Blutbahn an andere Stellen des
  Körper gelangen und dort als Absiedelungen ebenfalls zu wachsen beginnen.

Je nach betroffener Gewebeart unterscheidet man bei malignen Tumoren zwischen *Karzinomen*, *Sarkomen* und *Blastomen*, bei malignen Erkrankungen der Blutzellen spricht man

Je nach betroffener Gewebeart unterscheidet man bei malignen Tumoren zwischen *Karzinomen*, *Sarkomen* und *Blastomen*, bei malignen Erkrankungen der Blutzellen spricht man von *Leukämien* {index}` <Leukämie>` bzw. *Lymphomen* {index}` <Lymphom>`.
Maligne Neoplasien wergen umgangssprachlich als *Krebs* (engl. *Cancer*) bezeichnet.

Der Fachbereich der sich mit malignen Neubildungen (Krebserkrankungen) befasst ist die *Onkologie*.
Grundsätzlich können alle teilungsfähigen Zellen entarten.
Dies kann spontan geschehen oder durch andere Faktoren (radioaktive Strahlung, chemische Substanzen) begünstigt bzw. ausgelöst werden.

:::{note}
Der Begriff **Tumor** bedeutet ganz allgemein "Schwellung" und wird oft *fälschlicherweise* mit malignen Neoplasien gleichgesetzt.
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:::{list-table} Beispiele: Maligne Neoplasien
- - Umgangssprachlich
  - Krankheitsbild
  - Abkürzung
- - Lungenkrebs
  - Bronchialkarzinom
  - `N. bronchi`
- - Brustkrebs
  - Mammakarzinom
  - `N. mamma(e)`
- - Darmkrebs
  - Rektumkarzinom
  - `N. recit`
- - Blutkrebs
  - Leukämie, versch. Arten
  -
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:::{rubric} Was ist das Problem?
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Zusammengefasst ergeben sich drei wesentliche Probleme:

1. Neubildungen, egal ob gut- oder bösartig, **brauchen Raum**:
   Je nach Lage können wichtige Strukturen beengt oder behindert werden (Hirn, Luftröhre, …).
   Besonders Problematisch ist eine Raumforderung in geschlossenen, starren Strukturen z., B. der {ref}`Schädelkalotte <Schaedel>`.
   Da hier kaum Platz für zusätzliches Gewebe ist können auch gutartige Tumoren schwerwiegende
   und auch lebensbedrohende Probleme verursachen.
2. **Funktionsverlust** des gesunden Gewebes:
   Durch das infiltrative Wachstum und den Befall mit (nutzlosen) Metastasen wird das gesunde Gewebe soweit durchwachsen und geschwächt, dass es seine Funktion nicht mehr richtig ausführen kann (z. B. Knochenbefall).
3. **Schmerz**:
   Der Befall verursacht oft starke Schmerzen. Krebspatienten benötigen oft eine dauerhafte, starke Schmerztherapie.



:::{rubric} Therapie
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Der Therapieerfolg ist sehr stark von der genauen Art der Neubildung und vom jeweiligen Patienten abhängig und reicht von sehr gut bis nicht vorhanden. Im wesentlichen kommen bei der Krebstherapie folgende Methoden zum Einsatz:

- *Chemotherapie*: Einsatz von Medikamenten, welche die Zellteilung
  unterdrücken bzw. Zellen absterben lassen.
  Dies betrifft sich schnell teilende Zellen
  (darunter fallen entartete Zellen)
  mehr als sich langsam, kontrolliert teilende.
  Dennoch werden auch gesunde Zellen beeinflusst,
  was viele der schweren Nebenwirkungen von Chemotherapeutika erklärt
  (Haarverlust, Schleimhautschäden, Anämie, Störungen des Immunsystems etc.).
- *Bestrahlung*: zur Abtötung oder Vorbeugung von Geschwülsten.
- *Operation*: Chirurgische Entfernung der Neubildung(en).
- *Palliativtherapie*: Je nach Art der Krebserkrankung kann unter
  Umständen ein Stadium erreicht werden, in dem eine Heilung nicht mehr
  möglich ist bzw. die dazu notwendigen Therapien vom Patienten als zu
  belastend und nebenwirkungsreich angesehen werden. Das Ziel der
  Palliativbehandlung bzw. -betreuung ist nicht die Heilung der
  Erkrankung, sondern das Ermöglichen eines würdigen und schmerzfreien
  Lebens bis zum Eintreten des Todes.
- *Immuntherapie*


Diese Therapien sind für den Körper sehr anstrengend und haben viele Nebenwirkungen, wie z. B. Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen, *Schwächung des Immunsystems*, Nervenschäden u. v. a. m.
