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status: final
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```{index} single: Duodenum
```
```{index} single: Zwölffingerdarm
```
```{index} single: Ampulla duodeni
```
```{index} single: Flexura duodenojejunalis
```
```{index} single: Treitz'sche Flexur
```
```{index} single: Flexur, Treitz'sche -
```
```{index} single: Pars superior duodeni
```
```{index} single: Ampulla duodeni
```
```{index} single: Flexura duodeni superior
```
```{index} single: Pars descendens duodeni
```
```{index} single: Papilla vateri
```
```{index} single: Ductus choledocus
```
```{index} single: Ductus pancreaticus
```
```{index} single: Flexura duodeni inferior
```
```{index} single: Pars horizontalis duodeni
```
```{index} single: Pars ascendens
```
```{index} single: Jejunum
```
```{index} single: Lerdarm
```
```{index} single: Ileum
```
```{index} single: Krummdarm
```
```{index} single: Nährstoffaufnahme
```
```{index} single: Mesenterium
```
```{index} single: Darmgekröse
```

(duodenum)=
(mesenterium)=

# Dünndarm (Intestinum tenue): Duodenum, Jejunum, Ileum

Im Dünndarm findet die eigentliche Aufnahme der Nahrungsstoffe statt.
Er beginnt nach dem Pylorus des Magens und verläuft bis an den Beginn des Dickdarms mit dem Caecum und ist *3—5 m* lang.
In ihm erfolgt der Abbau der Nahrungsbestandteile zu den vom Körper resorbierbaren Bestandteile durch die Verdauungsenzyme. Resorbiert werden können Monosaccharide, Aminosäuren, Fettsäuren und Glycerol.

:::{figure} ../../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/PD/Small_intestine.\*
:width: 75%

Dünndarm

© WmCo/Mikael Häggström ℓ Public domain
:::

Die Muskulatur des Darms sorgt mittels Peristaltik für *Segmentations-
und Pendelbewegungen* zur Durchmischung des Darminhaltes. Über *Wellenbewegungen* wird der Chymus weiterbewegt.

Die Dünndarmschleimhaut zeigt besondere Merkmale. Über *Schleimhautfalten* (> 600 ringförmige Falten = Kerckring-Falten), *Zotten* (beinhalten eine Bindegewebsgerüst mit Artieriolen, Venolen, Blutkapillaren und ein zentrales Lymphgefäß), *Krypten* (Einsenkung zwischen den Zotten) und *Mikrovilli* (Bürstensaum) wird die Oberfläche des Dünndarms auf die Größe eines halben Fußballfeldes vergrößert. Diese Charakteristika werden weniger, je weiter distal man den Dünndarm betrachtet.

Auch im Ileum gibt es Inseln von lymphatischem Gewebe - die *Peyer-Plaques*.

Man unterscheidet zwischen dem *Duodenum* (*Zwölffingerdarm*)
sowie dem *Jejunum* (Leerdarm) und *Ileum* (Krummdarm).

## Duodenum (Zwölffingerdarm)

:::{margin} Duodenum
- Beginn des Dünndarmes, ca. 30 cm lang

- Pars superior duodeni

  - Ampulla duodeni

- Flexura duodeni superior

- Pars descendens duodeni

  - Papilla vateri: 2 Gänge münden:

    - Ductus choledocus
      (Gallenflüssigkeit aus Leber, Fettverdauung)
    - Ductus pancreaticus (Bauchspeichel, Enzyme)

- Flexura duodeni inferior

- Pars horizontalis duodeni

- Pars ascendens

- Flexura duodenojejunalis (Treitz'sche Flexur)
:::

Das Duodenum liegt sekundär retroperitoneal und misst ca. 30 cm.
Es beginnt nach dem Pylorus, der Verlauf ähnelt dem Buchstaben "C"
und beginnt mit dem
{dfn}`Pars superior duodeni`, welcher *intraperitoneal* liegt und ca. 5 cm lang ist.
Am Anfang auf Höhe des LWK 1 findet sich die apullenförmig erweiterte
{dfn}`Ampulla duodeni`
({dfn}`Bulbus duodeni`).

Es folgt an der {dfn}`Flexura duodeni superior`
der Übergang in die
{dfn}`Pars descendens duodeni`.
Hier  befindet sich die {dfn}`Papilla vateri`, eine prominente Schleimhautfalte, in die der gemeinsame Gang des *Ductus choledochus* (Gallengang)
und *Ductus pancreaticus* (Pankreasgang)
in der Papilla duodenalis major bzw. minor mündet, aus welchem *Gallenflüssigkeit* aus der Leber und Pankreassekret in den Dünndarm gelangen.

Nach der {dfn}`Flexura duodeni inferior` folgt die
{dfn}`Pars horizontalis duodeni`
(*Pars inferior*).
Darauf folgt die {dfn}`Pars ascendens duodeni`, welche *sekundär retroperitoneal* liegt.
Am Ende liegt auf Höhe des LWK 2 die {dfn}`Flexura duodenojejunalis`
({dfn}`Treitz'sche Flexur`), welche den Übergang in das
(intraperitoneal gelegene)
Jejunum markiert.

## Jejunum und Ileum

:::{margin} Jejunum und Ileum
- Ca. 3 m lang,
  Oberflächenvergrößerung durch Darmzotten

  - *Nährstoffaufnahme*

- Mesenterium: Aufgehängung, Blutgefäßversorgung

  - Abwehr von Darmbakterien
:::

Das **Jejunum** (*Leerdarm*) und
**Ileum** (*Krummdarm*) sind die zwei weiteren Teile des Dünndarmes. Ihre Gesamtlänge beträgt ca. 3 m.
Sie sind beide *intraperitoneal* und am **Mesenterium** (in ihm verlaufen die Blutgefäße für den Darm)
aufgehängt.
Die Grenze zwischen diesen beiden Darmabschnitten ist nicht genau bestimmbar; ca. 2 / 5 entfallen auf das Jejunum, 3 / 5 auf das Ileum.

Die Hauptaufgabe besteht in der weiteren Verdauung der Nahrung und der **Nährstoffaufnahme**.
Hierfür dienen Darmzotten — kleine "Ausstülpungen der Oberfläche" —
zur Oberflächenvergrößerung.

Jejunum und Ileum sind ab ihrem Abgang aus dem Zwöffingerdarm bis zum Übergang in den Dickdarm relativ frei beweglich.
Die einzige Befestigung dieses Darmabschnittes ist das **Mesenterium** (Darmgekröse), durch welches auch die Versorgung mit Blutgefäßen erfolgt.

Das besondere am Ileum ist, dass es einzelne Zellbezirke des Abwehrsystems (Peyer’sche Plaques) enthält.
Sie sorgen dafür, dass Bakterien aus dem Dickdarm nicht den weiteren Dünndarm bevölkern können.
Wenn dies nicht gelingt, resultiert eine Entzündung des Darmes
(Enteritis bis Gastroenteritis) mit den Symptomen von Durchfall,
Übelkeit und Erbrechen.

:::{subfigure} AB|CC
:subcaptions: below
:name: Figure-BilderserieBauchsitus
:class-grid: outline
:gap: 20px

Bilderserie: Bauchsitus und Mesenterium [© Lena Hirtler, {term}`ℓ MfG`]

![Der Bauchsitus mit aufgeklappter Bauchdecke (links = kopfwärts). Am Rand sieht man deutlich den Dickdarm, unter der Fettschürze zeichnen sich die Schlingen des Dünndarms ab.](../../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/Hirtler-Lena/Bauchfilm_4032-AASS-0112mm.jpg)

![Schema: Dünndarm mit Aufhängung (Mesenterium) und Blutgefäßen.](../../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/Hirtler-Lena/Duenndarm-Mesenterium.\*)

![Foto: Dünndarm mit Aufhängung (Mesenterium) und Blutgefäßen.](../../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/Hirtler-Lena/Bauchfilm_Image_022.jpg)
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