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status: final
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```{index} single: Dickdarm
```
```{index} single: Colon
```
```{index} single: Blinddarm
```
```{index} single: Appendix
```
```{index} single: Wurmfortsatz
```
```{index} single: Appendizitis
```
```{index} single: aufsteigender Teil des Dickdarms
```
```{index} single: querender Teil des Dickdarms
```
```{index} single: absteigender Teil des Dickdarms
```
```{index} single: s-förmig gebogener Teil des Dickdarms
```
```{index} single: Sigmoid
```
```{index} single: Anus
```
```{index} single: Rektum
```
```{index} single: Mastdarm
```
```{index} single: Wasserentzug
```

# Dickdarm (Intestinum crassum inkl. Colon)

:::{margin} Dickdarm

- Caecum: intraperitoneal
- Appendix: intraperitoneal
- Colon
  - Colon *ascendens* (aufsteigender Teil): retroperitoneal
  - Colon *transversum* (querer Teil): intraperitoneal
  - Colon *descendens* (absteigender Teil): retroperitoneal
  - Colon *sigmoideum* (S-förmiger Teil): intraperitoneal

- **Rectum** (Mastdarm): extraperitoneal
- **Anus** (Canalis analis): extraperitoneal
- Funktion des Dickdarms:
  Stuhleindickung, Wasserentzug, Speicherung
- Darmbakterien
:::

Der **Dickdarm** ist ca. 1,5 m—1,8 m lang und beginnt am Ende des Ileum im rechten Unterbauch.
Dort verhindert die *Valva ileocaecalis* (Ileocaecal-Klappen) das Rückfließen der Faeces in den Dünndarm.
Die Hauptfunktion ist der **Wasserentzug** und -aufnahme und folglich das *Eindicken* des Stuhls, sowie dessen *Speicherung*.
Der Großteil der Wasseraufnahme aus der verdauten Nahrung findet hier statt.
Der Dickdarm ist von *Darmbakterien* besiedelt:
Diese zersetzen die unverdaulichen Nahrungsreste durch Gärungs- und Fäulnisprozesse.

Da die Nahrungsstoffe bereits im Dünndarm resorbiert wurden, besteht die Aufgabe des Dickdarms in der **Aufnahme von Wasser**.


:::{figure} ../../../../Submodules/3134-medical-picture-collection/PD/Colon_anatomy.\*
:width: 75%

Der Dickdarm

© Mariana Ruiz Villarreal ℓ Public domain
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Folgende *Abschnitte* werden unterschieden:

- **Caecum** (*Blinddarm*) mit dem **Appendix** vermiformis (Wurmfortsatz): intraperitoneal
- **Colon** (Grimmdarm)

  - Colon **ascendens** (*aufsteigender* Grimmdarm): retroperitoneal
  - Colon **transversum** (*querer* Grimmdarm): intraperitoneal
  - Colon **descendens** (*absteigender* Grimmdarm): retroperitoneal
  - Colon **sigmoideum** (*S-förmiger* Grimmdarm): intraperitoneal

- **Rectum** (Mastdarm): extraperitoneal
- **Anus** (Canalis analis): extraperitoneal

Charakteristische Merkmale kennzeichnen den Dickdarm:

- *Taenien*: längsverlaufende Muskelstreifen
- *Haustren*: Aussackungen
- *Plicae semilunares*: Einschnürungen
- Appendices epiploicae: *Fettanhängsel*


Der Dickdarm wird oft auch als „*Dünndarmrahmen*“ bezeichnet, da er in der Bauchhöhle relativ rechteckig verläuft und den Dünndarm somit umrahmt.
Der Übergang zwischen Colon ascendens und Colon transversum
(*Flexura coli dextra*) reicht an die Leber heran, der Übergang zwischen Colon transversum und Colon descendens (*Flexura coli sinistra*) an die Milz.
Die Befestigung von Colon transversum und Colon sigmoideum ist das Meocolon transversum bzw. das Mesocolon sigmoideum (beides Mesenterien).

Zwei verschiedene Bewegungen werden bei der **Dickdarmperistaltik** unterschieden:

- *perstaltische Wellen* zur Durchmischung des Darminhalts - diese
  breiten sich vom Colon transversum in beide Richtungen (nach proximal
  und nach distal) aus.
- Transportbewegungen

{index}` <Valva; ileocaecalis>`
{index}` <>Ampulla; recti`
Dort verhindert die *Valva ileocaecalis* das Rückfließen der Faeces in den Dünndarm.
Direkt vor Beginn des Canalis analis, unterhalb der Kohlrausch-Falte im Rektum, befindet sich die sogenannte **Ampulla recti**. Sobald diese mit Stuhl gefüllt ist, verspürt man Stuhldrang.

Der **Anus** bildet den letzten Abschnitt des Magen-Darm-Trakts.
Er wird über drei Muskeln verschlossen:
{index}` <Musculus; sphincter ani internus>`
{index}` <Musculus; sphincter ani externus>`
{index}` <Musculus; puborectalis>`
{index}` <Musculus; levator ani>`

- M. sphincter ani internus: unwillkürlich
- M. sphincter ani externus: willkürlich
- M. puborectalis: Teil der Beckenbodenmsukulatur (M. levator ani),
  willkürlich

Ein zusätzlicher Verschlussmechanismus ist ein *Schwellkörper*, das Corpus cavernosum recti.
Es ist für die Feinkontinenz zuständig und befindet sich direkt beim Übergang zwischen Rektum und Canalis analis.
