Pediatric Life Support (PLS)

8.4. Pediatric Life Support (PLS)#

Die ERC-Leitlinien 2025 behandeln die Reanimation von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren; die Versorgung unmittelbar bei der Geburt wird gesondert als Newborn Life Support behandelt (♛ ERC 2025 PLS, ♛ ERC 2025 Newborn). Als Säuglinge gelten Kinder bis zum ersten Geburtstag, als Kinder im engeren Sinn Ein- bis Zwölfjährige und als Jugendliche 13- bis 18-Jährige. Die Abgrenzung zur Reanimation unmittelbar nach der Geburt ist von der physiologischen Transition und der lokalen Versorgungsorganisation abhängig; nach Entlassung aus der Geburts- oder Neonatologieabteilung ist der PLS-Algorithmus anzuwenden. Bei Jugendlichen, die von Helfenden als Erwachsene eingeschätzt werden, kann der Erwachsenenalgorithmus eingesetzt werden.

Bei Kindern beruht der Herz-Kreislaufstillstand häufig auf einer progredienten respiratorischen oder zirkulatorischen Insuffizienz. Entscheidend sind daher das frühe Erkennen einer kritischen Verschlechterung, eine wirksame Oxygenierung und Beatmung sowie hochwertige Thoraxkompressionen. Zur Früherkennung können eine strukturierte ABCDE-Beurteilung und das BBB-Schema (Behaviour, Breathing, Body colour) verwendet werden.

Leitliniengrundlage dieses Abschnitts: ♛ ERC 2025 PLS.

Pädiatrischer Basic Life Support (PBLS)

  1. Eigenschutz sicherstellen und die Reaktionsfähigkeit durch Ansprechen und vorsichtiges Berühren prüfen; keinen schmerzhaften Reiz setzen

  2. Bei fehlender Reaktion unverzüglich Hilfe rufen und den Notruf beziehungsweise innerklinischen Notruf einleiten; bei Mobiltelefon die Lautsprecherfunktion verwenden

  3. Bereits während des Verbindungsaufbaus den Atemweg öffnen und Atmung sowie Lebenszeichen höchstens 10 s lang prüfen

  4. Bei fehlender oder nicht normaler Atmung fünf initiale Beatmungen versuchen; auf eine sichtbare Thoraxhebung achten

  5. Unmittelbar danach Thoraxkompressionen beginnen und CPR fortsetzen

  6. Bei spezifisch nach ERC-PBLS oder gleichwertig geschulten Helfenden ein Verhältnis von 15:2, ansonsten 30:2 anwenden

  7. Einen AED baldmöglichst durch weitere Helfende holen und anlegen lassen; Thoraxkompressionen dabei möglichst nicht unterbrechen

Ungeübte oder ausschließlich in Erwachsenen-BLS geschulte Helfende sollen durch die Leitstelle zu fünf initialen Beatmungen und anschließend 30:2 angeleitet werden. Sind Beatmungen nicht möglich oder werden sie abgelehnt, sollen Thoraxkompressionen ohne Beatmung durchgeführt werden, statt auf eine Reanimation zu verzichten. Bei nur einer helfenden Person haben Notruf und CPR Vorrang vor dem eigenständigen Holen eines AED. Sonderfall ohne Mobiltelefon: Ist eine helfende Person allein und kann nicht unmittelbar alarmieren, soll sie zunächst etwa 1 min CPR durchführen, bevor sie Hilfe holt.

Beim Säugling den Kopf zur Atemwegseröffnung annähernd neutral positionieren und das Kinn sanft anheben; bei älteren Kindern eine altersgerechte Kopfneigung anwenden. Jede Initialbeatmung dauert ungefähr 1 s und soll eine sichtbare Thoraxhebung erzeugen. Bei fehlender Thoraxhebung die Atemwegsöffnung korrigieren und eine sichtbare Obstruktion gegebenenfalls entfernen; keine blinde digitale Mundinspektion durchführen.

Bei einem bewusstlosen Kind mit eindeutig normaler Atmung den Atemweg offen halten; bei nichttraumatischer Ursache kann eine stabile Seitenlage erwogen werden, insbesondere bei Erbrechensgefahr. Die Atmung kontinuierlich oder mindestens einmal pro Minute kontrollieren. Bei möglichem Trauma oder zweifelhafter Atmung die Rückenlage mit Atemwegseröffnung und erneuter Beurteilung bevorzugen.

Thoraxkompressionen

  • Druckpunkt auf der unteren Hälfte des Sternums

  • Druckfrequenz 100–120 / min

  • Kompressionstiefe mindestens ein Drittel des anteroposterioren Thoraxdurchmessers, jedoch höchstens 6 cm

  • Bei Jugendlichen wie bei Erwachsenen ungefähr 5–6 cm

  • Bei Säuglingen vorzugsweise die thoraxumschließende Zweidaumentechnik – auch durch eine einzelne helfende Person

  • Bei Kindern ab einem Jahr Kompression mit einer oder beiden Händen; beim Säugling auf diese Technik wechseln, wenn die Zweidaumentechnik keine hochwertigen Kompressionen ermöglicht

  • Vollständige Entlastung des Thorax und möglichst kurze Kompressionspausen

Die bisher bei alleinigen Helfenden verwendete Zweifingertechnik ist bei Säuglingen nicht mehr die empfohlene Standardtechnik. Auf einem Bett die CPR sofort beginnen und, sofern vorhanden, den CPR-Modus der Matratze aktivieren.

AED bei Kindern

Ein AED kann bei Kindern aller Altersgruppen eingesetzt werden. Bei Säuglingen und Kindern unter 25 kg Körpergewicht (ungefähr unter acht Jahren) den Kindermodus beziehungsweise eine Energieabschwächung aktivieren, soweit vorhanden. Ist kein Kindermodus verfügbar, wird der AED im Erwachsenenmodus verwendet; die Defibrillation darf nicht unterbleiben.

  • Bei einem Körpergewicht unter 25 kg die Elektroden anteroposterior platzieren: vorn links parasternal und hinten zwischen den Schulterblättern

  • Bei größeren Kindern und Jugendlichen die anterolaterale oder anteroposteriore Position wählen

  • Berührung der Elektroden untereinander und eine Platzierung über Brustgewebe bei Jugendlichen vermeiden

  • Während Rhythmusanalyse und Schockabgabe Patientenkontakt vermeiden

  • Unmittelbar nach einem Schock die Thoraxkompressionen wieder aufnehmen

Bei anterolateraler Position liegt eine Elektrode unter der rechten Klavikula und die andere links axillär. Geschulte Helfende können bei kleineren Kindern auch geeignete pädiatrische Elektroden anterolateral verwenden, sofern sich diese nicht berühren.

Fremdkörperbedingte Atemwegsverlegung

Bei ineffektivem Husten und schwerer Atemwegsverlegung bis zu fünf Rückenschläge verabreichen. Bleiben diese erfolglos, bei Säuglingen bis zu fünf Thoraxstöße mit der thoraxumschließenden Zweidaumentechnik, bei älteren Kindern bis zu fünf abdominelle Kompressionen durchführen. Bei fortbestehender Verlegung die Maßnahmen abwechselnd wiederholen und den Notruf veranlassen. Bei Bewusstlosigkeit fünf initiale Beatmungsversuche und anschließend CPR beginnen. Keine blinden Ausräumversuche mit dem Finger durchführen.

Pädiatrischer Advanced Life Support (PALS)

PALS erfordert ein Team mit klaren Rollen, kontinuierlicher hochwertiger CPR, früher Oxygenierung und Beatmung sowie Behandlung reversibler Ursachen. Bei fehlenden Lebenszeichen oder fehlender Perfusion trotz suffizienter Beatmung unverzüglich CPR beginnen und den Herzrhythmus analysieren. Bei ausgeprägter Bradykardie unter 60 / min mit unzureichender Perfusion trotz ausreichender Oxygenierung und Beatmung sind Thoraxkompressionen auch bei noch tastbarem Puls indiziert.

Nicht schockbarer Rhythmus (Asystolie, PEA oder ausgeprägte Bradykardie mit Minderperfusion)
  • CPR ohne Verzögerung fortsetzen

  • Adrenalin 0,010 mg / kg i. v. oder i. o., maximal 1 mg, so früh wie möglich

  • Adrenalin alle 4 min, entsprechend jedem zweiten zweiminütigen CPR-Zyklus, wiederholen; bei invasiver Druckmessung gegebenenfalls hämodynamisch steuern

  • Rhythmus alle 2 min mit einer Unterbrechung von weniger als 5 s überprüfen

  • Bei organisiertem Rhythmus mit möglicher Perfusion klinische Lebenszeichen und zentralen Puls höchstens 5 s lang prüfen

Schockbarer Rhythmus (Kammerflimmern oder pulslose ventrikuläre Tachykardie)
  • Unverzüglich einen Schock mit 4 J / kg verabreichen und sofort 2 min CPR fortsetzen

  • Bei weiterhin schockbarem Rhythmus erneut mit 4 J / kg defibrillieren und die zweiminütigen CPR-Zyklen fortsetzen

  • Unmittelbar nach dem dritten Schock Adrenalin 0,010 mg / kg (maximal 1 mg) und Amiodaron 5 mg / kg (maximal 300 mg) i. v. oder i. o.

  • Unmittelbar nach dem fünften Schock erneut Adrenalin 0,010 mg / kg (maximal 1 mg) und Amiodaron 5 mg / kg (maximal 150 mg) i. v. oder i. o.

  • Weitere Adrenalingaben alle 4 min, sofern nicht hämodynamisch gesteuert

  • Lidocain 1 mg / kg i. v. als Alternative zu Amiodaron nach dem dritten Schock, wenn Amiodaron nicht verfügbar ist oder lokal Lidocain vorgesehen ist

Nach jeder Medikamentengabe den Gefäßzugang spülen. Ein intraossärer Zugang soll unmittelbar gewählt werden, wenn ein intravenöser Zugang voraussichtlich schwierig ist. Der Wechsel der komprimierenden Person erfolgt spätestens alle 2 min oder früher bei nachlassender Qualität.

Manuelle Defibrillation

Für PALS wird die manuelle Defibrillation bevorzugt; falls diese nicht sofort verfügbar ist, einen AED einsetzen. Die Standardenergie für die initialen Schocks beträgt 4 J / kg. Bei größeren Kindern die für Erwachsene vorgesehene geräteabhängige Energie (typischerweise 120–200 J) für die initialen Schocks nicht überschreiten. Bei refraktärem VF/pVT mit mehr als fünf erforderlichen Schocks kann die Energie stufenweise bis auf 8 J / kg erhöht werden, maximal 360 J. Nach zwischenzeitlich erfolgreicher Defibrillation und erneuter VF/pVT die zuvor erfolgreiche Energie verwenden. Die Kompressionen während des Ladens mit Klebeelektroden fortsetzen und die Pause um die Schockabgabe auf weniger als 5 s begrenzen.

Oxygenierung, Atemwegsmanagement und Monitoring

Während der CPR mit 100% Sauerstoff beatmen und eine sichtbare Thoraxhebung sicherstellen. Eine endotracheale Intubation ist kompetentem Personal mit geeigneter Ausrüstung vorbehalten; andernfalls Beutel-Masken-Beatmung fortsetzen oder einen geeigneten supraglottischen Atemweg einsetzen. Atemwegsmaßnahmen sollen die Thoraxkompressionen nicht unterbrechen. Endotracheale Intubationsversuche auf höchstens zwei begrenzen; Atropin wird nicht als routinemäßige Intubationsprämedikation empfohlen. Bei fortgeschrittenem Atemweg kontinuierliche Thoraxkompressionen und altersgerechte Beatmung ohne Kompressionspausen durchführen.

Bei sicherem fortgeschrittenem Atemweg können folgende pragmatische Beatmungsfrequenzen verwendet werden:

  • Säuglinge: 25 / min

  • Kinder über 1 Jahr: 20 / min

  • Kinder über 8 Jahre: 15 / min

  • Jugendliche über 12 Jahre: 10 / min

Bei unzureichender Ventilation unter kontinuierlichen Kompressionen zum Verhältnis 15:2 zurückkehren. Bei Beatmung über einen Tubus oder supraglottischen Atemweg Kapnographie einsetzen, um die Ventilation und den Verlauf der CPR zu beurteilen. Bei vorhandener invasiver Blutdruckmessung während der CPR diastolische Druckwerte von mindestens 25 mm Hg bei Säuglingen beziehungsweise 30 mm Hg bei Kindern und Jugendlichen anstreben. POCUS nur durch geübtes Personal und ohne Verlängerung der Kompressionspausen einsetzen.

Reversible Ursachen und besondere Situationen

Die Ursachen nach dem Schema 4 H und 4 T systematisch identifizieren und behandeln: Hypoxie, Hypovolämie, metabolische Störungen einschließlich Kalium- und Glukosestörungen, Hypo-/Hyperthermie sowie Thromboembolie, Spannungspneumothorax, Herzbeuteltamponade und toxische Substanzen. Bei vermuteter relevanter Blutung frühzeitig Blutprodukte statt ausschließlicher Kristalloidgabe berücksichtigen. Eine ECPR kann in spezialisierten Zentren für ausgewählte Kinder mit refraktärem Kreislaufstillstand erwogen werden (♛ ERC 2025 PLS).

Hyperkaliämischer Kreislaufstillstand
  • Bei schwerer Hyperkaliämie (etwa über 6,5–7 mmol / L) Insulin 0,1 IE / kg i. v. (maximal 10 IE) mit Glukose 10% 5 mL / kg (maximal 250 mL) verabreichen

  • Zusätzlich einen kurzwirksamen β₂-Agonisten i. v. oder i. o. nach pädiatrischem Protokoll erwägen

  • Extrakorporale Kaliumelimination erwägen

  • Kalzium und Natriumbikarbonat bei hyperkaliämischem Kreislaufstillstand im pädiatrischen ERC-2025-Algorithmus nicht verabreichen

Schwerer hypokaliämischer Kreislaufstillstand
  • Bei Kalium unter 2,5 mmol / L Kalium 1 mmol / kg (maximal 30 mmol) unter kontinuierlichem Monitoring substituieren: initial 2 mmol / min über 10 min, einen erforderlichen Rest innerhalb weiterer 5–10 min

  • Serumkalium kontrollieren, gegebenenfalls bis zu einer Konzentration über 2,5 mmol / L nachsubstituieren; begleitenden Magnesiummangel berücksichtigen

Hypoglykämie
  • Glukose 0,2 g / kg i. v. (z. B. Glukose 10% 2 mL / kg) verabreichen

  • Blutzucker nach 5–10 min kontrollieren und bei Bedarf erneut behandeln

Schwere Hypothermie
  • Bei Körperkerntemperatur unter 30 °C höchstens drei Defibrillationsversuche bei schockbarem Rhythmus; weitere Schocks erst bei Wiedererwärmung über 30 °C

  • Unter 30 °C eine einzelne Adrenalingabe, sofern nicht unmittelbar eine extrakorporale Kreislaufunterstützung eingeleitet wird

  • Bei 30–35 °C Adrenalin alle 6–10 min (pragmatisch alle 8 min); eine zweite Amiodarongabe gegebenenfalls nach 8 min; über 35 °C regulärer PALS-Algorithmus

  • Frühzeitig aktive Wiedererwärmung und gegebenenfalls extrakorporale Verfahren organisieren

Die genannten Empfehlungen für den hyperkaliämischen Kreislaufstillstand unterscheiden sich ausdrücklich von den Maßnahmen für Erwachsene (♛ ERC 2025 Special).

Postreanimationsversorgung bei Kindern

Nach ROSC Sauerstoff auf eine SpO₂ von 94–98% titrieren und Normokapnie anstreben. Den systolischen und mittleren arteriellen Blutdruck oberhalb der altersentsprechenden zehnten Perzentile halten, mindestens während der ersten 24 h. Temperaturmanagement mindestens 24 h fortsetzen und Fieber für mindestens 72 h vermeiden. Klinische und elektroenzephalographische Anfälle frühzeitig diagnostizieren und behandeln; eine routinemäßige prophylaktische Antikonvulsivagabe ist nicht empfohlen. Für die neurologische Prognostikation dürfen einzelne Untersuchungsbefunde nicht isoliert als Entscheidungsgrundlage verwendet werden (♛ ERC 2025 PLS, ♛ ERC 2025 Ethics).

Zu tun

#46 GRAFIK: ERC-2025-PLS-Algorithmus unter Erhaltung des Referenzlabels.

Die frühere Referenz 🗎 ERC 2021 10 dient ausschließlich dem historischen Vergleich und ist nicht mehr die aktuelle Handlungsgrundlage.

8.4.1. Reanimation des Neugeborenen#

Die Reanimation unmittelbar bei der Geburt unterscheidet sich grundlegend von der Reanimation älterer Säuglinge. Entscheidend ist die rasche Belüftung der Lunge, da eine Bradykardie beim Neugeborenen meist durch Hypoxie verursacht wird (♛ ERC 2025 Newborn).

Initialmaßnahmen
  • Wärmeerhalt, Abtrocknen und taktile Stimulation

  • Beurteilung von Atmung, Herzfrequenz und Muskeltonus

  • Atemwege öffnen, Kopf in Neutralposition lagern

  • Bei ausreichender Spontanatmung und Atemnot CPAP erwägen

  • Bei Apnoe, Schnappatmung oder insuffizienter Atmung unverzüglich Beatmung beginnen, möglichst innerhalb der ersten 60 s

Beatmung
  • Initial 5 Beatmungen von jeweils 2–3 s

  • Initialer Beatmungsdruck: 30 cm H₂O bei ≥ 32. SSW, 25 cm H₂O bei < 32. SSW

  • Anschließend Beatmung mit etwa 30 / min und PEEP von 6 cm H₂O

  • Thoraxexkursion und Herzfrequenzanstieg als Zeichen effektiver Beatmung

  • Bei fehlender Besserung Maskensitz, Kopfposition und Atemwegsdurchgängigkeit überprüfen; gegebenenfalls Beatmungsdruck erhöhen oder Atemweg sichern

  • Atmung und Herzfrequenz alle 30 s erneut beurteilen

Thoraxkompressionen
  • Bei Herzfrequenz < 60 / min trotz mindestens 30 s effektiver Beatmung

  • Verhältnis 3 Kompressionen : 1 Beatmung (90 Kompressionen und 30 Beatmungen pro Minute)

  • Zwei-Daumen-Technik, Kompressionstiefe etwa ein Drittel des Thoraxdurchmessers

  • Während der Kompressionen zunächst 100% O₂

  • Atemwegssicherung mittels Endotrachealtubus oder supraglottischer Atemwegshilfe erwägen

Medikamente und Volumen
  • Bei persistierender Herzfrequenz < 60 / min trotz effektiver Beatmung und Thoraxkompressionen: Adrenalin 0,010–0,030 mg / kg i. v. oder i. o., Wiederholung alle 4 min

  • Nabelvenenkatheter bevorzugt; intraossärer Zugang als Alternative

  • Bei vermutetem Blutverlust beziehungsweise Hypovolämie: Volumengabe mit 10 mL / kg erwägen

  • Blutzuckerkontrolle und Behandlung einer nachgewiesenen Hypoglykämie

Sauerstoff
  • Initial ≥ 32. SSW: 21% O₂; < 32. SSW: mindestens 30% O₂

  • Sauerstoffkonzentration anhand der präduktalen SpO₂ titrieren

  • Ziel-SpO₂: nach 3 min 70–75%, nach 5 min 80–85%, nach 10 min 85–95%