Tympanoplastik und Mittelohrchirurgie

12.18.5. Tympanoplastik und Mittelohrchirurgie#

Tympanoplastische Eingriffe dienen der Rekonstruktion des Trommelfells und gegebenenfalls der Gehörknöchelchenkette.

Varianten

Tympanoplastik, gegebenenfalls mit Gehörknöchelchenrekonstruktion

Beschreibung, Pathophysiologie

Chronische Mittelohrentzündung, Trommelfelldefekt und Cholesteatom können die Indikation begründen; ein Cholesteatom kann knöcherne Strukturen destruieren

Dringlichkeit

Meist elektiv

Dauer (S/N)

keine Angabe

Präanästhesie, Aufklärung

Hörstörungen, Schwindel und PONV-Risiko berücksichtigen

Prä-OP-Diagnostik

keine Angabe

Blutmanagement

Keine eindeutige eingriffsspezifische EK-Zahl ; Bereitstellung abhängig von Eingriffsumfang und individuellem Blutungsrisiko

Antibiotika

nein

Anästhesieverfahren

Allgemeinanästhesie oder ausgewählte Lokalanästhesieverfahren nach Eingriff

Airway

Atemwegssicherung unter Berücksichtigung des eingeschränkten Zugangs zum Kopf

Invasivitäten, Zugänge

keine Angabe

Narkoseführung
  • Lachgas wegen möglicher Mittelohrdruckänderungen bei druckempfindlichen Eingriffen vermeiden

  • Mittelohrdruck und ungestörte Sicht im mikrochirurgischen Operationsfeld berücksichtigen; Anästhesietechnik mit dem Operateur abstimmen

  • Ruhiges Erwachen ohne ausgeprägtes Husten, Pressen oder Erbrechen anstreben

Lagerung

Rückenlage, Gelring, bei Kopfrotation nach definitiver Lagerung Tubuslage und Augenschutz erneut kontrollieren.

Aufstellung

keine Angabe

Geräte

keine Besonderheiten

Peri-OP-Diagnostik, Monitoring

keine Angabe

OP-Ablauf

keine Angabe

Gefahren

Druckveränderungen im Mittelohr, PONV und Beeinträchtigung der Rekonstruktion

Typische Komplikationen

Schwindel, Übelkeit, Blutung und mögliche Beeinträchtigung des Hörvermögens

Postoperatives Management

Schwindel, Übelkeit und Erbrechen können die frühe postoperative Phase besonders beeinträchtigen.