Parotischirurgie und Neck-Dissection

12.18.7. Parotischirurgie und Neck-Dissection#

Parotischirurgie und Neck-Dissection erfordern eine an die Nervenüberwachung und die mögliche postoperative Atemwegsgefährdung angepasste Anästhesie.

Varianten

Parotidektomie, zervikale Lymphknotendissektion und kombinierte Eingriffe

Beschreibung, Pathophysiologie

Operationen an Speicheldrüse beziehungsweise zervikalen Lymphknoten und Weichteilen

Dringlichkeit

Abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung

Dauer (S/N)

keine Angabe

Präanästhesie, Aufklärung
  • Atemweg und Ausdehnung der Raumforderung beurteilen

  • Intraoperatives Fazialis-Monitoring mit dem Operationsteam abstimmen

  • Bei ausgedehnter Kopf-Hals-Tumorchirurgie Vorbestrahlung, eingeschränkte Mundöffnung und den möglichen Bedarf einer wachen endoskopischen Atemwegssicherung berücksichtigen

Prä-OP-Diagnostik

keine Angabe

Blutmanagement
  • Neck-Dissection: 2 EK je Seite

  • Zusätzliche ausgedehnte Tumorresektion: 3 EK; der tatsächliche Gesamtbedarf abhängig von Operationsplanung und Blutungsrisiko

Antibiotika

ja

Anästhesieverfahren

Allgemeinanästhesie, TIVA bei Neuromonitoring

Airway

Gesicherter Atemweg und sorgfältige Fixierung bei eingeschränktem Zugang zum Kopf

Invasivitäten, Zugänge

keine Angabe

Bei ausgedehnter Resektion und freiem Gewebetransfer invasives Monitoring, großlumige Zugänge und Temperaturüberwachung entsprechend dem erwarteten Blutverlust und der OP-Dauer planen.

Narkoseführung
  • Bei Fazialis-Monitoring fortgesetzte neuromuskuläre Blockade nur nach Abstimmung mit dem Operationsteam

  • Bei ausgedehnter Halschirurgie Blutverlust und Kreislaufveränderungen berücksichtigen

Lagerung

Rückenlage

Aufstellung

keine Angabe

Geräte

ev. Neuromonitoring

Peri-OP-Diagnostik, Monitoring

keine Angabe

OP-Ablauf

keine Angabe

Gefahren

Blutung, Halshematom, Atemwegsschwellung und Nervenverletzung

Typische Komplikationen

Fazialisparese, Nachblutung, Chylusleck und postoperative Atemwegsobstruktion

Postoperatives Management

Atemweg, Blutung beziehungsweise Hämatom und neurologische Funktion überwachen

Bei freiem Lappen den perfusionsrelevanten Kreislaufstatus und die vereinbarten klinischen beziehungsweise apparativen Lappenkontrollen beachten.