Adenotomie

12.18.2. Adenotomie#

Die Adenotomie dient der Entfernung der Rachenmandel, insbesondere bei Kindern.

Varianten

Adenotomie, gegebenenfalls in Kombination mit weiteren HNO-Eingriffen

Beschreibung, Pathophysiologie

Chirurgische Entfernung des adenoiden Gewebes im Nasopharynx

Dringlichkeit

In der Regel elektiv

Dauer (S/N)

keine Angabe

Präanästhesie, Aufklärung
  • Atemwegsinfekte, schlafbezogene Atmungsstörungen und mögliche Atemwegsobstruktion beurteilen

  • Blutungsanamnese und Aspirationsrisiko erheben

Prä-OP-Diagnostik

keine Besonderheiten

Blutmanagement

Für die Adenotomie ist keine pauschale EK-Bereitstellung vorgesehen; Festlegung entsprechend dem individuellen Blutungsrisiko

Antibiotika

nein

Anästhesieverfahren

Allgemeinanästhesie

Airway

Atemwegssicherung entsprechend Alter, Eingriff und Blutungsrisiko; Zugang zum Operationsgebiet mit dem OP-Team abstimmen

Bei Verwendung eines Mundsperrers auf Kompression, Dislokation oder Abknicken von Tubus beziehungsweise Larynxmaske achten; Beatmung und Tubuslage nach Positionierung erneut kontrollieren.

Invasivitäten, Zugänge

keine Besonderheiten

Narkoseführung
  • Atemwegsreaktionen und Blutaspiration vermeiden

  • Vor Erwachen beziehungsweise Extubation Blut und Sekret aus dem zugänglichen Pharynx entfernen lassen

  • Manipulationen am Pharynx und Absaugen im Übergang zur Aufwachphase gezielt koordinieren, um Atemwegsreflexe nicht unnötig auszulösen

Lagerung

Rückenlage, Gelring, Kopf rekliniert

Aufstellung

Operateur am Kopfende

Geräte

keine Besonderheiten

Peri-OP-Diagnostik, Monitoring

keine Besonderheiten

OP-Ablauf
  1. Zugang zum Nasopharynx und Entfernung des adenoiden Gewebes

  2. Blutstillung und Kontrolle des Operationsgebiets

Gefahren

Blutung, Blutaspiration und postoperative Atemwegsobstruktion

Typische Komplikationen

Nachblutung, Laryngospasmus und respiratorische Obstruktion

Postoperatives Management
  • Achte auf Nachblutung