Laser-MILA

12.18.9. Laser-MILA#

Die Laser-MILA erfordert ein abgestimmtes Vorgehen beim gemeinsam genutzten Atemweg und zur Prävention von Atemwegsbränden.

Varianten

Abhängig vom laryngealen Befund und eingesetzten Laserverfahren

Beschreibung, Pathophysiologie

Mikrolaryngoskopischer Lasereingriff im oberen Atemwegsbereich

Dringlichkeit

Abhängig von Befund und Atemwegsgefährdung

Dauer (S/N)

keine Angabe

Präanästhesie, Aufklärung

Atemwegsstenose, Obstruktionsrisiko und alternative Atemwegssicherungsstrategien besprechen

Prä-OP-Diagnostik

keine Besonderheiten

Blutmanagement

Keine eindeutige eingriffsspezifische EK-Zahl ; bei ausgedehnter Tumorresektion oder erhöhtem Blutungsrisiko gesonderte Planung

Antibiotika

nein

Anästhesieverfahren

In der Regel Allgemeinanästhesie, häufig TIVA

Airway

Für die jeweilige Laserwellenlänge geeignetes laserresistentes Tubussystem beziehungsweise abgestimmtes tubusfreies Verfahren

Invasivitäten, Zugänge

keine Besonderheiten

Narkoseführung
  • FiO₂ auf den niedrigsten klinisch vertretbaren Wert reduzieren; Lachgas vermeiden

  • Laseraktivierung und Ventilation koordinieren

Lagerung

Rückenlage, Kopflagerung nach operativem Zugang;

Aufstellung

Operateur am Kopfende

Geräte

Lasergerät mit spezifischen Schutzmaßnahmen, geeignetes Atemwegsmaterial und unmittelbar verfügbare Löschflüssigkeit

Lasergeeigneten Atemweg und Augenschutz entsprechend Wellenlänge und eingesetztem Lasersystem auswählen; geeignete Löschflüssigkeit unmittelbar bereithalten.

Peri-OP-Diagnostik, Monitoring

keine Besonderheiten

OP-Ablauf

keine Angabe

Gefahren

Atemwegsbrand, unzureichende Oxygenierung, Barotrauma bei Jet-Ventilation

Entzündbare Materialien im Operationsfeld und die sauerstoffangereicherte Atmosphäre können einen Atemwegsbrand begünstigen.

Typische Komplikationen

Atemwegsbrand, Schleimhautverletzung und respiratorische Komplikationen

Postoperatives Management

Atemweg auf Ödem oder thermische Schädigung kontrollieren und risikoadaptiert überwachen

Nach Verdacht auf thermische Schädigung eine erneute Atemwegsbeurteilung und risikoadaptierte weitere Überwachung veranlassen.