8.1.5. Pharmakotherapie#
Die Gabe von Medikamenten ist eine Routinemaßnahme während der Reanimation. Typischerweise erfolgt die Medikamentengabe über eine periphere Venenverweilkanüle (Venflon, Braunüle). Sinvollerweise wird standardmäßig auch eine Infusion mit kristalloider Infusionslösung (Kochsalz-, Ringerlösung, Ringerlaktat, Elo-Mel isoton™) angeschlossen, um eine schnelle Spülung zu ermöglichen.
Sollte die rasche Anlage einer solchen nicht gelingen, kann als Alternative ein intraossärer Zugang mittels spezieller Hilfsmittel gelegt werden. Früher war es auch üblich, Medikamente über einen Endotrachealtubus (ET) zu geben, dies wird nicht mehr empfohlen.
Wirkstoff |
Erläuterungen |
Schockbarer Rhythmus |
Nicht-schockbarer Rhythmus |
Spezialitäten |
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Adrenalin |
Vasokonstriktor |
1 mg i.v. nach dem 3. Schock |
1 mg i.v. sobald venöser Zugang etabliert |
Suprarenin™ (1:1.000, 1 mg = 1 ml) |
Amiodaron |
Antiarrhythmikum Kl. III |
300 mg i.v. nach dem 3. Schock, |
Sedacoron™ |
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Atropin |
Antiparasympathomimetikum |
Seit 2010 kein Standardmedikament |
Seit 2010 kein Standardmedikament |
Atropinum sulfuricum (0,5 mg / mL) |
Monitor-Bild während einer Reanimation im AED-Modus: Ventrikuläre Tachykardie und Bewegungsartefakte durch die Herzdruckmassage.
Während einer Reanimation kann viel Adrenalin verbraucht werden.
Fig. 144 Bilderserie: Reanimation#