Pharmakotherapie

8.1.5. Pharmakotherapie#

Zu tun

#1 Update auf ERC 2025 ausständig!

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Die Gabe von Medikamenten ist eine Routinemaßnahme während der Reanimation. Typischerweise erfolgt die Medikamentengabe über eine periphere Venenverweilkanüle (Venflon, Braunüle). Sinvollerweise wird standardmäßig auch eine Infusion mit kristalloider Infusionslösung (Kochsalz-, Ringerlösung, Ringerlaktat, Elo-Mel isoton™) angeschlossen, um eine schnelle Spülung zu ermöglichen.

Sollte die rasche Anlage einer solchen nicht gelingen, kann als Alternative ein intraossärer Zugang mittels spezieller Hilfsmittel gelegt werden. Früher war es auch üblich, Medikamente über einen Endotrachealtubus (ET) zu geben, dies wird nicht mehr empfohlen.

Tab. 48 Standard-Reanimationsmedikamente ERC 2025#

Wirkstoff

Erläuterungen

Schockbarer Rhythmus

Nicht-schockbarer Rhythmus

Spezialitäten

Adrenalin

Vasokonstriktor

1 mg i.v. nach dem 3. Schock
Wiederholen nach jedem 2. Schock

1 mg i.v. sobald venöser Zugang etabliert
wiederholen alle 3–5 min (4 min)

Suprarenin™ (1:1.000, 1 mg = 1 ml)
L-Adrenalin (1:10.000; 1 mg = 10 ml)

Amiodaron

Antiarrhythmikum Kl. III

300 mg i.v. nach dem 3. Schock,
150 mg nach dem 5. Schock

Sedacoron™

Atropin

Antiparasympathomimetikum

Seit 2010 kein Standardmedikament

Seit 2010 kein Standardmedikament

Atropinum sulfuricum (0,5 mg / mL)

Monitor-Bild während einer Reanimation im AED-Modus: Ventrikuläre Tachykardie und Bewegungsartefakte durch die Herzdruckmassage. Monitor-Bild während einer Reanimation im AED-Modus: Ventrikuläre Tachykardie und Bewegungsartefakte durch die Herzdruckmassage.
Während einer Reanimation kann viel Adrenalin verbraucht werden. Während einer Reanimation kann viel Adrenalin verbraucht werden.

Fig. 144 Bilderserie: Reanimation#