Regionalanästhesie

Regionalanästhesie#

Die Regionalanästhesie erlaubt die Betäubung von Körperregionen durch Blockade der zugehörigen nervalen Leitungsbahnen. Dabei kann nicht nur Schmerzfreiheit durch Blockade der afferenten Nerven erreicht werden, je nach Ort und Dosierung kann es auch zu einer motorischen oder somatischen (sympathischen) Blockade kommen.

Grundsätzlich unterscheidet man zentrale, Plexus- und periphere Nervenblockaden. Die zentralen Blockaden interagieren mit der neuroaxialen Komponente des Nervensystems, also dem Rückenmark bzw. der Cauda equina und den davon abgehenden Segmentwurzeln. Die vom Rückenmark abgehenden Nervenwurzeln können Nervenfasern untereinander austauschen, sodass periphere Nerven aus Fasern unterschiedlicher spinaler Segmente bestehen können. Diese “nervalen Verschiebebahnhöfe” werden Plexus genannt. Wichtige Plexus sind der Plexus brachialis für die obere, und der Plexus lumbosacralis für die untere Extremität.

Die Blockade peripherer Nerven ist ihrem Wesen nach trivial zu verstehen (wenn auch die Durchführung herausfordernd sein kann); jedoch ist hierbei die Modalität der jeweiligen Nerven zu beachten, z.B. ob es sich um afferente oder efferente Nerven handelt: Eine motorische Blockade des distalen N. saphenus wäre jedenfalls bemerkenswert.