5.10.1. EKG – Ablauf einer Erregung#
Die einzelnen Abschnitte einer EKG-Kurve zeigen die Erregung der unterschiedlichen Teile des Erregungsleitungssystems im Zeitverlauf an. Demenstsprechend kann man die EKG-Kurve in verschiedene Segmente teilen: Die P-Welle entspricht dabei der Vorhoferregung, die PQ-Zeit der Überleitung vom Vorhof in die Kammern (AV-Überleitung). Der QRS-Komplex wird durch die Kammererregung erzeugt, wohingegen die ST-Strecke und die T-Welle die Erregungsrückbildung repräsentieren.
Fig. 78 EKG: Normaler Sinusrhythmus#
© WMC: Glenlarson, ℓ PD
Reizleitungssystem, Schema. : Sinusknoten, : AV-Knoten © J. Heuser, basierend auf der Arbeit von Patrick J. Lynch, illustrator; C. Carl Jaffe MD, cardiologist, Yale University Center for Advanced Instructional Media, ℓ CC BY 2.5
Fig. 79 Bilderserie: Reizleitungssystem#
Bemerkung
Das EKG zeigt nur die elektrische Aktivität, nicht aber die tatsächliche Muskelarbeit an!
Es erlaubt keine Aussage über die Auswurfleistung!
Grundsatz: Selbst ein pulsloser Patient kann (für einige Zeit) ein unauffälliges EKG aufweisen!