Nervensystem#
Das Nervensystem wird aus Nervenzellen aufgebaut, welche miteinander verschalten sind. Die Fortleitung von Informationen innerhalb einer Nervenzelle funktioniert über elektrische Impulse. Zwischen den Nerven bzw. an den Zielorganen erfolgt die Weiterleitung an Verknüpfungsstellen (Synapsen) meistens mittels chemischer Signale.
Die einfachste Form eines Nervensystems ist das primitive Nervensystem. Hier verarbeiten Sinneszellen Information und leiten die Erregung über einen Fortsatz direkt zu einer Nervenzelle weiter. Diese Form der Erregungsübertragung findet man beim Menschen nur noch beim Riechepithel.
Das restliche Nervensystem des Menschen ist ein differenziertes Nervensystem - hier existiert eine weitere Zelle zwischen Sinneszelle und Muskelzelle, die Nervenzelle. Diese Nervenzelle überträgt die Erregung auf weitere Nervenzellen, es wird so ein Nervennetz gebildet.
Das Nervensystem des Menschen wird in zwei Bereiche unterteilt. Einerseits gibt es das vegetative / viszerale / autonome Nervensystem und das animalische Nervensystem. Über das animalische Nervensystem steht der menschliche Organismus mit der Umwelt und über das vegetative Nervensystem mit seinen Organen in Verbindung. Bei beiden Nervensystemen kann man afferente (von peripher nach zentral: sensorisch / sensibel) bzw. efferente (von zentral nach peripher: motorisch) Nerven unterscheiden.
Aufgrund der Lage wird das animalische Nervensystem außerdem in zwei Teile eingeteilt:
Zentrales Nervensystem (ZNS): Gehirn und Rückenmark
Peripheres Nervensystem (PNS): animalische und vegetative Nerven und Ganglien
Weitere Einteilungen sind möglich:
Einteilung der Sensibilität:
exterozeptive Sensibilität: Umweltreize
propriozeptive Sensibilität: Reize aus dem Körperinneren
Einteilung der Motorik:
Somatomotorik: quergestreifte Muskulatur
Viszeromotorik: glatte Muskulatur
Einteilung nach Steuerung:
Somatisches NS (willkürlich) und
unwillkürliches NS (Parasympathikus + Sympathikus)
Zu tun
AUST
Aktionspotential: Das Ruhemembranpotential (Kaliumdiffusionspotential bei geschlossenen Na-Kanälen) beträgt minus 80mV. Na/K-Pumpe bringt Natrium entgegen dem Konzentrationsgradienten aus der Zelle und Kalium in die Zelle, bei -50mv Schwellenwert kommt es zum Na-Einstrom = Depolarisation mit Aktionspotential (Alles oder nichts Regel). Danach passiver Kaliumausstrom mit Repolarisation = refraktär (nicht erregbar) Das Ruhemembranpotential ist weniger negativ bei: Hyperkaliämie, inaktivierten Na/K-Pumpen.
Synapsen: Elektrisch (gap junctions) und chemisch (Transmitter mit postsynaptischem Rezeptor und Öffnung von Membrankanälen; Inaktivierung des Transmitters durch Re-uptake oder Hydrolyse). Ist das postsynaptische Potential positiv = exzitatorische Synapse, und wenn das PSP negativ ist, ist es eine inhibitatorische Synapse:
Erregend: Acetylcholin, Glutaminsäure
Hemmend: GABA, Glycin, Serotonin, Dopamin
Ligandengesteuerte Rezeptoren:
Direkte Wirkung auf Ionenkanal, wirken schnell, z.B. GABA
Indirekte Wirkung über G-Protein und second messenger cAMP, z.B. Katecholamine