Organsysteme und seröse Höhlen#
Wie bereits am Beginn der Gewebelehre erwähnt, setzten sich aus den einzelnen Geweben die Organe zusammen. Organe mit der gleichen Aufgabe bilden Organsysteme. Der menschliche Körper kann somit funktionell folgend gegliedert werden:
Herz-Kreislauf-System
Hämolymphatisches System
endokrines System
Atmungssystem
Verdauungssystem
Harnsystem
männliches Genitalsystem
weibliches Genitalsystem
Einige Organe (z. B. Herz, Lunge, Magen-Dram-Trakt) besitzen zur besseren Beweglichkeit einen Überzug einer eigenen bindegewebigen Schicht, einer sogenannten serösen Haut.
Diese Organe befinden sich in sogenannten serösen Höhlen, die einen allseits geschlossenen Spaltraum aufweisen. Dieser Spaltraum besteht aus zwei Blättern, einer Lamina viszeralis (überzieht das Organ) und eine Lamina parietalis (überzieht die äußere Grenze der Höhle). An den Umschlagstellen gehen diese ineinander über. Der Spaltraum ist, um ein reibungsloses Gleiten der beiden Blätter gegeneinander zu ermöglichen, mit einem Flüssigkeitsfilm gefüllt.
Somit ergeben sich innerhalb des menschlichen Körpers folgende seröse Höhlen:
Pleurahöhle (Cavitas pleuralis, beherbergt die Lungen)
Perikardhöhle (Cavitas pericardiaca, beinhaltet das Herz)
Bauchhöhle (Cavitas peritonealis, beinhaltet einen Teil der Bauchorgane)
Die übrigen Organe befinden sich in Bindegewebsräumen. Hiervon gibt es ebenfalls drei größere:
Mediastinum (Mittelfellraum im Thorax, zwischen den beiden Lungen)
Retroperitonealraum (dorsal der Bauchhöhle gelegen, enthält u.a. die Nieren)
Subperitonealraum (kaudal der Bauchhöhle gelegen, enthält die Organe des kleinen Beckens)