Überträger im autonomen Nervensystem#
Zu tun
#41 GRAFIK: Überträger im autonomen Nervensystem
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Adrenerges System#
Regulation des Gefäßtonus, Innervation des peripheren sympathischen Nervensystems
Noradrenalin: Bildung im peripheren sympathischen Nervensystem aus Thyrosin, L-Dopa, Dopamin und dient als Neurotransmitter
Adrenalin: Bildung in den chromaffinen Zellen des Nebennierenmarks aus Noradrenalin, wird von dort als Hormon in den Blutkreislauf abgegeben
Adrenerge Rezeptoren sind G-Protein vermittelte Rezeptoren in der Membran vieler Zellen Klinische Relevanz besitzen α1, α2, β1, β2. Weitere Subtypen weisen keine klinische Relevanz auf, da es keine spezifischen Pharmaka gibt. Transmitter im sympathischen Nervensystem bilden Adrenalin und Noradrenalin. Die Adrenalinbildung erfolgt im Nebennierenmark, Norarenalinbildung in den terminalen Endungen der sympathischen Nervenendigungen.
Rezeptor |
Wirkung |
|---|---|
α1 |
|
α2 |
|
β1 |
|
β2 |
|
Siehe auch
TAB-Katecholamine-Affinitaet-RezeptorenTAB-Katecholamine-Affinitaet-Rezeptoren
α1 |
α2 |
β1 |
β2 |
|
|---|---|---|---|---|
Noradrenalin |
+++ |
+++ |
++ |
(+) |
Adrenalin |
++ |
++ |
+++ |
+++ |
Das cholinerge System#
Das cholinerge System ist die Gesamtheit aller Strukturen (Nervenzellen, Synapsen und Signalwege), die Acetylcholin (ACh) als Signalstoff verwenden. Acetylcholin wird in den präsynaptischen Endigungen synthetisiert, in Vesikeln gespeichert und bei Erregung in den synaptischen Spalt freigesetzt. Dort bindet es an spezifische Rezeptoren und löst eine Antwort in der postsynaptischen Zelle aus.
Das cholinerge System findet sich in verschiedenen Bereichen:
im zentralen Nervensystem (z. B. Basalganglien, Kortex, Hippocampus)
im peripheren Nervensystem, insbesondere im parasympathischen Nervensystem
an der motorischen Endplatte der Skelettmuskulatur
in den Ganglien des vegetativen Nervensystems
Es ist u. a. an Gedächtnis, Aufmerksamkeit, neuromuskulärer Übertragung, Steuerung der glatten Muskulatur und vegetativen Regulation beteiligt.
Cholinerge Rezeptoren sind die Bindungsstellen für Acetylcholin – sie teilen sich in nikotinerge (ligandengesteuerte) und muskarinerge (G-Protein-gekoppelt):
Nikotinerge Acetylcholinrezeptoren (nAChR):
ligandengesteuerte Ionenkanäle
Kommen an der motorischen Endplatte (Skelettmuskel), in den Ganglien des vegetativen Nervensystems und in bestimmten Hirnregionen vor.
Aktivierung führt zu einer schnellen Depolarisation (Na⁺- und K⁺-Ionenströme).
Muskarinerge Acetylcholinrezeptoren (mAChR):
G-Protein-gekoppelt
Vorkommen vor allem in den Effektororganen des Parasympathikus (Herz, glatte Muskulatur, Drüsen) und im ZNS.
Untergruppen: M1–M5, die unterschiedliche Signalwege aktivieren (z. B. Erhöhung von Ca²⁺, Hemmung der Adenylatcyclase). z.B.:
M2-Rezeptoren im Herzen → Senkung der Herzfrequenz,
M3-Rezeptoren in Bronchien und GIT → Kontraktion der glatten Muskulatur, Drüsensekretion.
Bemerkung
Der Transmitter im parasympathischen Nervensystem ist Acetylcholin.
Kontraktion der Gefäßmuskulatur#
Unter Vasokonstriktion versteht man die Kontraktion von Blutgefäßen und erfolgt durch die glatte Gefäßmuskulatur. Das Gegenteil ist die Vasodilatation. Substanzen, die eine Vasokonstriktion vermitteln, werden als Vasokonstriktoren oder Vasopressoren bezeichnet, die Vasodilalation vermitteln Vasodilatatoren.
Die Vasokonstriktion wird vermittelt durch:
viszeromotorische Fasern des vegetativen Nervensystems: Sympathische Efferenzen wirken neurogen vasokonstriktorisch, der vaskuläre Basistonus wird zum Ruhetonus erhöht. Die Durchtrennung von sympathischen Fasern führt in der Peripherie zu einer Vasodilatation.
verschiedene Botenstoffe wie
Adrenalin,
Noradrenalin,
Vasopressin,
Angiotensin II und
Endothelin, sowie durch
synthetisch hergestellte Stoffe
Der Mechanismus, der zur Vasokonstriktion führt, resultiert aus der erhöhten Konzentration von Kalzium in den glatten Gefäßmuskelzellen, die spezifischen Mechanismen hängen jedoch vom jeweiligen Vasokonstriktor ab.
Eine wesentliche Rolle spielen die α₁-Adrenorezeptoren, vgl. Tab. Rezeptoren im Autonomen Nervensystem. Über diesen erfolgt die vasopressorische Wirkung der Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin.
- Vasopressoren
Steigerung des Blutdrucks über direkte Erhöhung des peripheren Gefäßwiderstandes: Direkte α1-Wirkung
Direkte oder indirekte Sympathomimetika — entweder direkte Wirkung auf adrenerge Rezeptoren oder durch Erhöhung der Noradrenalin Konzentration.
Etilefrin |
Ephedrin |
Phenylephrin |
Noradrenalin |
Vasopressin |
|
|---|---|---|---|---|---|
Arterieller Blutdruck |
↑↑ |
↑↑ |
↑↑ — ↑↑↑ |
↑↑↑ |
↑↑↑ |
Herzfrequenz |
↑↑ |
↑ |
0 / ↓ |
0 / ↓ |
0 |
Wirkmechanismus |
Direkt > Indirekt |
Indirekt > Direkt |
Direkt |
Direkt |
Peptidhormon, V1-Agonist |
Rezeptoren |
α, β |
α, β |
α |
α1, α2, β1 |
V1 (Gefäßkonstriktion), V2 (Niere) |
Besonderheiten, Anwendung (Beispiele) |
Initial Absinken des Blutdrucks |
Anästhesie-induzierte Hypotonie |
Anästhesie-induzierte Hypotonie Reine Vasokonstriktion, häufig reflektorische Bradykardie |
Starker Vasopressor der 1. Wahl in der Intensivmedizin Invasives Blutdruckmonitoring sehr empfohlen! Gabe normalerweise über Spritzenpumpe |
Zusatztherapie bei therapierefraktärem Schock Invasives Blutdruckmonitoring sehr empfohlen! Gabe normalerweise über Spritzenpumpe |
Bemerkung
Die höchste vasopressorische Wirkung wird über den α₁-Adrenorezeptoren erzielt.
Zu den Stoffen mit der höchsten vasopressorischen Wirkung gehören Noradrenalin, Vasopressin und Adrenalin.
Signalwege der kardialen Kontraktion#
Auch in der Steuerung der kardialen Kontraktion spielen Adrenorezeptoren eine wichtige Rolle, hier sind jedoch vor allem die β₁-Rezeptoren als Gegenspieler des muskarinergen M2-Rezeptors vorherrschend, vgl. Tab. Rezeptoren im Autonomen Nervensystem.
Zu tun
#67 GRAFIK: Signalwege der kardialen Kontraktion