Obstruktiver Schock

Obstruktiver Schock#

Der obstruktive Schock entsteht durch eine Behinderung des Blutflusses im Kreislauf, wobei die Ursache außerhalb des Herzens liegt.

Ursachen & Auslöser#

Die wichtigsten Ursachen sind:

  • Pulmonalembolie

  • Spannungspneumothorax, Fluidothorax

  • Perikardtamponade

  • Kompressionssyndrome durch Raumforderungen (z. B. mediastinales Massensyndrom)

  • Trauma (Einklemmung)

Klinik#

Primär sind die Leitsymptome der zugrunde liegenden Erkrankung vorherrschend. Typisch dabei sind Thoraxschmerzen und Dyspnoe. Mit zunehmender hämodynamischer Wirksamkeit zeigen sich Zeichen eines Pumpversagens mangels Füllung der/des Ventrikels (Hypotension) und des Blutrückstaus (gestaute Halsvenen, erhöhter ZVD). Reflektorisch kommt es zu einer Tachykardie, mit zunehmender Minderversorgung des Herzmuskels bzw. sekundärer Hypoxie geht diese in eine Bradykardie über, welche zu einer reanimationspflichtigen pulslosen elektrischen Aktivität (PEA) bzw. einer Asystolie eskalieren kann.

Diagnostik#

  • EKG: SIQIII-Typ?

  • Röntgen Cor-/Pulmo:

    • Mittellinienshift?

    • Pneumothorax/Erguss?

  • Ultraschall/Echokardiographie:

    • Rechtsherzbelastung?

    • Perikarderguss

    • Pneumothoraxzeichen (Barcode-Sign, Lungenpunkt)

    • Pleuraerguss?

  • Computertomographie:

    • Pneumothorax, Pleuraerguss?

    • CT-Pulmonalangiographie: Pulmonalembolie?

    • Raumforderungen?

    • Perikarderguss?

  • Arterienkatheter und invasive Blutdruckmessung

  • BGA: Diffusionsstörung infolge einer Perfusionsstörung?

  • Ev. Ventilation-Perfusionsszintigramm

Therapie#

Entsprechend der Ursache gibt es spezifische Therapien:

  • Pulmonalembolie: Antikoagulation, Lyse

  • Spannungspneumothorax: Entlastungspunktion, Pleuradrainage

  • Perikardtamponade: Perikarddrainage

  • Kompressionssyndrome: Stenteinlage