Blutgerinnung. und Fibrinolyse#
Folgende Substanzen sind Inhibitoren der Gerinnung:
Antithrombin III |
physiologisch |
Protein C |
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Protein S |
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Heparin |
medikamentös |
Cumarine |
Fig. 66 Gerinnung und Fibrinolyse#
Über die Aktivierung der plasmatischen Gerinnungsfaktoren wird die Bildung von Thrombin gefördert und somit Fibrinogen in Fibrin umgewandelt. Dieses verbindet sich mit den Blutplättchen und kontrahiert und stabilisiert so den Plättchenthrombus, welcher so die Läsion dauerhaft verschließen kann. Der Faktor XII schützt diesen Thrombus vor der Fibrinolyse. Das Fibrinolysesystem sorgt dafür, dass es keine überflüssige Gerinnselbildung gibt und für den Abbau des nach der Verheilung der Läsion unnötig gewordenen Thrombus.
© Lena Hirtler ℓ MfG
Unter Fibrinolyse versteht man das Auflösen eines Thrombus. Gerinnung und Fibrinolyse müssen immer im Gleichgewicht stehen.
Folgende Substanzen aktivieren die Fibrinolyse:
Urokinase |
physiologisch |
Gewebe-Plasminogen-Aktivator (tPA) |
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Streptokinase |
können medikamentös zugeführt werden |
APSAC (Antistreplase) |
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Urokinase |
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Pro-Urokinase |
Inhibitoren der Fibrinolyse:
Antiplasmin |
physiologisch |
PAI-1 |
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Aprotinin |
medikamentös |
ε-Aminocapronsäure |
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Tranexamsäure |
Fig. 67 Plasminogen–Plasmin–Kaskade der Fibrinolyse#
Hier sind die verschiedenen Ansatzpunkte der Fibrinolyse-Aktivatoren sowie deren Hemmer dargestellt. Die Fibrinolyse kann über drei verschiedene Wege in Gang gebracht werden – über einen intrinsischen, einen extrinsischen und einen exogenen, das heißt medikamentösen, Weg.
© Lena Hirtler ℓ MfG