Trizyklische Antidepressiva

Trizyklische Antidepressiva#

Trizyklische Antidepressiva (TCA) wie Saroten werden heute auch in der Schmerztherapie eingesetzt. Sie wirken als Serotonin- und Noradrenalin-Reuptakehemmer und besitzen zusätzlich anticholinerge und sedierende Eigenschaften.

Klinik
  • Long-QT-Syndrom durch veränderte Natriumkanalaktivität (QT länger als ½ der R-R-Strecke)

  • Zentrales anticholinerges Syndrom

    • Nesteln und Faseln („Zunge klebt am Gaumen“)

  • Peripheres anticholinerges Syndrom

    • Tachyarrhythmie

    • Mydriasis

    • Trockene, gerötete Haut

    • Trockener Mund

    • Fehlende Darmperistaltik

Therapie
  • Sofortmaßnahmen

    • Repetitive Gabe von Aktivkohle (alle 4–6 h, 15 g)

    • 100 ml Natriumbicarbonat (NaBIC) als Bolus

    • Alkalisierung führt zu vermehrter Serumproteinbindung der TCA mit geringerer Bioverfügbarkeit und Verbesserung der kardialen Reizleitung im EKG

    • Zusätzlich Infusionen, Benzodiazepine und ggf. Beatmung

  • Physostigmin (Anticholium) titriert