Kausale Therapie: Reversible Ursachen

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8.1.6. Kausale Therapie: Reversible Ursachen#

Zu tun

#1 Update auf ERC 2025 ausständig!

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4 H + HITS#

Es gibt acht klassische Ursachen eines Herz-Kreislaufstillstandes, welche grundsätzlich behebbar (reversibel) sind:

  • Hypoxie

    (z. B. Atemwegsverlegung),

  • Hypovolämie

    (z. B. Blutung durch Trauma, GI-Blutung, Aneurysmaruptur),

  • Hypo-/Hyperkaliämie

    (z. B. metabolische Störung),

  • Hypothermie

    (z. B. Ertrinkungsunfall)

  • Herzbeuteltamponade

    (z. B. Thoraxtrauma durch Stich oder Schuss)

  • Intoxikation

    (z. B. Opiate, trizyklische Antidepressiva)

  • Thromboembolie

    (Lungenembolie, Herzinfarkt)

  • Spannungspneumothorax

Gemäß der Anfangsbuchstaben werden diese reversiblen Ursachen als 4 H + HITS bezeichnet. Leider lassen sich nicht alle dieser reversiblen Ursachen präklinisch erkennen oder beheben, dennoch muss dies – wenn möglich – versucht werden.

Der Ultraschall (Point-of-Care-Ultrasound, POCUS) kann bei der Suche nach reversiblen Ursachen hilfreich sein, insbesonders bei Verdacht auf Perikardtamponade, massive Rechtsherzbelastung bei Lungenembolie, schweren Hypovolämiezustand oder Pneumothorax (vgl. Der Pneumothorax im Ultraschall). POCUS darf dabei nicht zu relevanten Unterbrechungen der Thoraxkompressionen führen. Die Untersuchung soll durch erfahrene Anwender, kurz, fokussiert und in die ohnehin vorgesehenen Rhythmusanalysen integriert erfolgen.

Wichtig

Ultraschall ist ein Zusatzwerkzeug zur Ursachensuche, kein Grund für längere Hands-off-Zeiten.