Pleura#
Die Lunge ist von einer serösen Haut (Serosa), der Pleura visceralis oder pulmonalis überzogen. Die Innenseite des Brustkorbes wiederum ist ebenfalls mit einer Serosa ausgekleidet, der Pleura parietalis oder costalis. Diese Serosa ermöglicht durch die Sekretion eines Flüssigkeitsfilmes die reibungslose Bewegung der Lunge im Thoraxraum. Zwischen ihnen bleibt lediglich ein kleiner, luftdichter und flüssigkeitsgefüllter Spalt, der Pleuraspalt. Über die dort wirkende Kapillarkraft kann die Lunge bei der Atmung über die Bewegung des Thorax passiv mitbewegt werden. Außerdem herrscht zwischen den beiden Pleurablättern ein Unterdruck. Dieser entsteht dadurch, dass sich einerseits die (elastische) Lunge zusammenziehen möchte, während andererseits der Brustkorb einen Gegenzug ausübt. Nur durch diesen Unterdruck bzw. dem Anhaften der beiden Pleurablätter aneinander bleibt die Lunge im Brustkorb aufgespannt, andernfalls würde sie in sich zusammenfallen. Durch den Unterdruck haften die beiden Blätter aneinander, bei Zug (durch Bewegung des Brustkorbes bzw. des Zwerchfells während der Einatmung) an einem der beiden Blätter lassen sich diese nicht trennen, folglich wird das Zweite passiv mitbewegt (“mitgezogen”)
Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass zwar die Lunge jeder Bewegung des Brustkorbs und des Zwerchfells folgt, jedoch nicht fixiert ist und verschieblich bleibt.
Die Pleura ist außerdem die einzige Struktur der Lunge die schmerzempfindlich ist.
Ein Eintreten von Luft in diesen Spalt hebt diese Kraft auf, die Lunge würde aufgrund ihrer Eigenelastizität kollabieren (= Pneumothorax).
Fig. 28 Pleura, Schema#
© Lena Hirtler, ℓ MfG