Pharmakotherapie

Pharmakotherapie#

Zu tun

#1 Update auf ERC 2025 ausständig!

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Die Gabe von Medikamenten ist eine Routinemaßnahme während der Reanimation. Typischerweise erfolgt die Medikamentengabe über eine periphere Venenverweilkanüle (Venflon, Braunüle). Sinvollerweise wird standardmäßig auch eine Infusion mit kristalloider Infusionslösung (Kochsalz-, Ringerlösung, Ringerlaktat, Elo-Mel isoton™) angeschlossen, um eine schnelle Spülung zu ermöglichen.

Sollte die rasche Anlage einer solchen nicht gelingen, kann als Alternative ein intraossärer Zugang mittels spezieller Hilfsmittel gelegt werden. Früher war es auch üblich, Medikamente über einen Endotrachealtubus (ET) zu geben, dies wird nicht mehr empfohlen.

Tab. 47 Übersicht: Die wichtigsten bei der Reanimation eingesetzten Medikamente#

Wirkstoff

Erläuterungen

Indikation

Spezialitäten

Adrenalin

Vasokonstriktor

Schockbarer Rhythmus Nicht-schockbarer Rhythmus

Suprarenin™ (1:1.000, 1 mg = 1 ml) L-Adrenalin (1:10.000; 1 mg = 10 ml)

Amiodaron

Antiarrhythmikum Kl. III

Schockbarer Rhythmus

Sedacoron™

Atropin

Antiparasympathomimetikum

Seit 2010 kein Standardmedikament

Atropinum sulfuricum (0,5 mg / mL)

Tab. 48 Standard-Reanimationsmedikamente ERC 2010 (vereinfacht)#

Medikament

Schockbarer Rhythmus

Nicht-schockbarer Rhythmus

Adrenalin

1 mg i.v. Erstmals nach dem 3. Schock Wiederholen nach jedem ungeraden Schock

1 mg i.v. sobald venöser Zugang etabliert ist Wiederholen alle 3–5 min (4 min)

Amiodaron

300 mg i.v. einmalig nach dem 3. Schock Evtl. einmalig 150 mg i.v. repetitieren

Nicht indiziert

Monitor-Bild während einer Reanimation im AED-Modus: Ventrikuläre Tachykardie und Bewegungsartefakte durch die Herzdruckmassage. Monitor-Bild während einer Reanimation im AED-Modus: Ventrikuläre Tachykardie und Bewegungsartefakte durch die Herzdruckmassage.
Während einer Reanimation kann viel Adrenalin verbraucht werden. Während einer Reanimation kann viel Adrenalin verbraucht werden.

Fig. 131 Bilderserie: Reanimation#