Vakuummatratze#
Die Vakuummatratze dient zur Ruhigstellung des gesamten Körpers bei Verdacht auf mögliche Wirbelsäulenverletzungen, Becken- oder Oberschenkelfrakturen (Oberschenkelhals und Schaft). Ziel ist es, die Matratze an die Körperform der Patienten eng anzupassen und somit Bewegungen effektiv zu verhindern. Vielerorts wird die Immobilisation mittels Vakuummatratze als Mittel der Wahl empfohlen. [1]
Fig. 100 Vakuummatratze.#
© Ch. Pallinger ℓ MfG
Material und Personal#
Mind. 2 Helfer
Trage
Vakuummatratze
Absauggerät
Leintuch oder Tragetuch
Evtl. Adapter, je nach Matratzentyp
Vorgehen#
Fahrtrage auf tiefste Stufe stellen (ganz unten).
Vorbereiten: Vakuummatratze auf Fahrtrage legen. Die weichere Seite ist die Patientenseite, Ventil beim Kopf. Kugeln so verteilen, dass der gesamte Körper gut, sowie die betroffene Stelle besonders gut fixiert werden kann.
Vorabsaugen mit Absauggerät bis die Matratze gut formbar aber nicht allzu fest ist.
Vorformen, Ventil verschließen. Wenn vorhanden Leintuch oder Tragetuch auf die Matratze legen.
Angegurteten Patienten mit Schaufeltrage auf die Vakuummatratze legen, Schaufeltrage entfernen (Schaufeltrage).
Absaugen mit Absauggerät, dabei zügig Matratze an den Patienten anpassen. Besonderes Augenmerk gilt der Fixierung der verletzten Regionen sowie dem Kopf (“Ohren” formen: Ecken neben dem Kopf hoch formen). Einige Modelle bieten die Möglichkeit einer zusätzlichen Fixierung mittels an der Vakuummatratze befestigter Gurte.
Vorsicht! Der Kopf und die HWS dürfen beim Anpassen nicht gestaucht werden!
Ist kein weiteres Absaugen mehr möglich und die Matratze gut angepasst (Matratze muss jetzt bretthart sein) Ventil schließen, Absauggerät abdrehen.
Patient und Vakuummatratze an Fahrtrage angurten.