Die unteren Atemwege

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Die unteren Atemwege#

Trachea (Luftröhre)#

In der Trachea (Luftröhre) wird die vom Rachen und Kehlkopf kommende Luft zur Lunge weitergeleitet. Sie ist ein ca. 10—12 cm langes und 2 cm im Durchmesser messendes Rohr. Sie wird durch ca. 20 nach hinten offene Knorpelspangen offengehalten. Der dorsale Schluss kommt über Bindegewebe und den M. trachealis zustande (Paries membranaceus tracheae, umgspr. Pars membranacea). Unmittelbar dorsal zur Trachea befindet sich der Ösophagus (Speiseröhre).

Die Trachea endet in der Bifurkation (Bifurcatio tracheae), wo sie sich in den rechten und linken Hauptbronchus und weiter in die Lappenbronchien teilt. Als seltene Normvariante kann der Lappenbronchus des rechten Oberlappens bereits aus der Trachea abgehen (Bronchus trachealis, “Schweinebronchus”).

Bronchien#

An der Gabelung (Bifurkation) der Luftröhre (Bifurcatio tracheae) geht diese in den linken und rechten Hauptbronchus über. Als seltene Normvariante kann der Lappenbronchus des rechten Oberlappens bereits aus der Trachea abgehen (Bronchus trachealis, “Schweinebronchus”). Über dem linken Hautbronchus befindet sich der Aortenbogen, unter und ventral zum rechten Hauptbronchus befindet sich die Teilung des Truncus pulmonalis. Der rechte Hauptbronchus verläuft viel steiler nach unten als der linke Hauptbronchus (Herz!). Daher verirren sich aspirierte Fremdkörper viel leichter in den rechten als in den linken Hauptbronchus, bzw. ist eine zu tiefe Intubation in den rechten Bronchus häufiger.

Entsprechend der Lungenlappen teilt sich der Hauptbronchus danach rechts in 3 und links in 2 Lappenbronchien. Aus den einzelnen Lappenbronchien gehen beidseits jeweils 10 Segmentbronchien hervor, wobei links meistens der 7. und 8. Segmentbronchus verschmolzen sind. D.h. normalerweise besitzt die rechte Lunge 10 Segmentbronchien, die linke Lunge 9 Segmentbronchien. Die kleinste luftleitende Struktur ist der Bronchiolus. Dieser besitzt keine Knorpelspangen mehr. Sie sind dann nur noch ca. 1 mm im Durchmesser und reich an glatter Muskulatur. Durch den Zug von elastischen Fasern in ihren Wänden werden sie am Kollabieren gehindert und offen gehalten.