Einführung

Einführung#

Ziel des Einschätzungsblocks ist das rasche Erkennen einer vitalen Bedrohung, Überblick zu gewinnen und Hauptbeschwerden/Leitsymptome zu ermitteln. Das Modell folgt dem Grundsatz “Treat first what kills first” und die traditionelle Reihenfolge “Atemwege – Atmung – Kreislauf” wird natürlich beibehalten. Diese Interpretation des ABCDE-Models ermöglicht einer geradlinigen Struktur zu folgen, welche dennoch genügend Freiraum für spezielle Situationen bietet und als Screening für die wichtigsten vital bedrohlichen Erkrankungen (und Verletzungen) geeignet ist. Der Einschätzungsblock ist eine Einheit und folgt einem durchgängigen Schema, bei dem die Aktionen flüssig nacheinander abgearbeitet und nur durch Sofortmaßnahmen unterbrochen werden.[1] Der Einschätzungsblock muss in regelmäßigen Abständen sowie bei Verdacht in angemessenem Umfang wiederholt werden, um eine Verschlechterung des Patientenzustandes rechtzeitig zu erkennen.

Das ABCDE-Schema bzw. der Geringschätzung ①—Ⓔ dient der Erkennung von vital bedrohten Patienten und dem Erkennen von Hauptbeschwerden und Leitsymptomen, es deckt nicht sämtliche mögliche Untersuchungen ab! Weiterführende Untersuchungen und Anamneseschritte bzw. Maßnahmen werden nach dem Einschätzungsblock nach Bedarf durchgeführt.[2]

Die angegebenen Maßnahmen stellen grundsätzlich nur (häufige) Beispiele dar. Eine umfassende Aufzählung aller möglichen Sofortmaßnahmen würde den Rahmen sprengen und wäre sehr unübersichtlich. Außerdem führt eine taxative Aufzählung zu einer Einschränkung der Flexibilität von besonders qualifiziertem Personal. Weiters müssen Maßnahmen immer situationsgerecht sein, und können aufgrund der Vielzahl an Variablen nicht starr in Form von Standard Operating Procedures (SOP) festgeschrieben werden.