Ⓐ Atemweg (Airway)#
Unter Punkt Ⓐ wird eingeschätzt, ob der Atemweg frei, verlegt oder gefährdet ist. Dazu werden zuerst die Mundhöhle inklusive der Lippen, Mundschleimhaut und der Uvula, die Nase und der Hals inspiziert. Liegt ein Verdacht auf eine Verletzung vor, werden Nase und Hals auch abgetastet. Weiters werden die mit freiem Ohr hörbaren Atemgeräusche beurteilt. Diese sind auch für den folgenden Punkt Ⓑ (Atmung) relevant.
Befunde#
Speziell pfeifende, gurgelnde oder schnarchende Atemgeräusche können ein Hinweis auf eine Verlegung sein. Ein exspiratorischer Stridor sowie Giemen können Anzeichen für eine bronchiale Obstruktion bzw. Spastik sein. Oft gibt auch die Gestik und Haltung des Patienten Hinweise auf eine Verlegung. Ein gefährdeter Atemweg liegt vor, wenn dieser noch nicht verlegt, jedoch aufgrund des Patientenzustandes, der Diagnose oder anderer Gegebenheiten eine baldige Verlegung wahrscheinlich ist (Verbrennungen des Brustkorbes, allergische Reaktion, …).
Der Atemweg kann frei, verlegt oder gefährdet sein.
Typische Maßnahmen#
Stabile Seitenlage nach Ⓑ
Extraglottische Atemwegs-Devices, z.B.
endotracheale Intubation (ETI), Intubation mittels Videolaryngoskopie
Standardmaßnahmen bei vital bedrohten Patienten
Absaugbereitschaft!