Übersicht

Übersicht#

Tab. 34 Alarmzeichen: Wann ist eine vitale Bedrohung wahrscheinlich? Eine Übersicht.#

Massive Störung

Alarmsymptome

Alarmdiagnosen

Bewusstsein

Atemnot, die sich nicht bessert

Herzinfarkt

Atemweg / Atmung

Brodelndes Atemgeräusch

Kardiales Lungenödem

Kreislauf!

Thoraxschmerz

Status epilepticus

(3ABC)

Schocksymptome

Beckenfraktur

entgleiste Vitalwerte

Rückenmarksverletzung

schwere Verletzungen

Hirndruckzeichen

Tab. 35 1–E Kurzübersicht#

Abschnitt

Beurteilung / Untersuchung

Typische Maßnahmen

Szeneüberblick & Schutz

  • Gefahrenzonen, Sicherheit, Selbst- u. Fremdschutz;

  • Umstände, Umgebung, Ort, Zeit, Patientenanzahl;

  • Trauma? Unfallmechanismus?

  • Weitere Ressourcen erforderlich?, Großschaden?

  • Lagemeldung erforderlich

  • GAS-Maßnahmen (Gefahrenzone)

  • Lagemeldung

  • Schutzausrüstung

  • Nachforderung weiterer Kräfte

Eindruck

  • Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Gesichtsausdruck, Haltung, spontane,Bewegungen, Sprache

  • Offensichtliche Verletzungen, Blutungen - Sonstige Auffälligkeiten

  • Manuelle HWS-Fixierung

  • Stillung von starken Blutungen

  • Bewegungsverbot

Bewusstsein

  • Bewusstseinsgrad (WASB)

  • NA-Nachforderung

Hauptbeschwerde

  • Berufungsgrund und Leitsymptome

Airway (Atemweg)

  • Inspektion der Atemwege (Mund, Nase)

  • Atemgeräusche

  • Absaugung, Fremdkörper entfernen

  • Kopf überstrecken, Esmarch-Handgriff

  • Erweiterte Maßnahmen

Breathing (Atmung)

  • Schätzen: Atemfrequenz, -tiefe

  • SpO₂

  • Atemgeräusche

  • Inspektion der Thorax-Atembewegungen

  • Zeichen der Atemnot: Hautfarbe, Bauch-/Thoraxbewegungen, Anstrengung beim Atmen, Atemhilfsmuskulatur, …

  • Auskultation: Seitenvergleich, Lungenbasen

  • Reanimation

  • Assistierte Beatmung (bei AF 30 / min)

  • O₂-Gabe

  • Situationsgerechte Lagerung

  • Erweiterte Maßnahmen (Entlastung Spannungspneumothorax, …)

Circulation (Kreislauf)

  • Hautfarbe, -temperatur, Schweiß

  • Rekap-Zeit-,*Radialispuls*: Stärke, Rhythmus, Frequenz schätzen

  • Herzfrequenz

  • Blutdruck

  • Schnelle Trauma-Untersuchung: Inspektion und Abtasten von

    1. Kopf inkl. Ohren, Nase, Mund,

    2. Hals,

    3. Thorax (Atemprobe),

    4. Bauch,

    5. Becken,

    6. Oberschenkel,

    7. Rücken (evtl. erst beim Umlagern)

  • Blutstillung

  • Situationsgerechte Lagerung

Disability (Neurologie)

  • Orientierung oder GCS

  • Pupillen

  • Kraftprobe OE, UE

  • Kann der Patient Hände und Füße spüren und aktiv bewegen?

  • Blutzuckermessung

  • Strategie- und Zielentscheidung (eilig, Rendez-vous, …)

Erweiterte Untersuchung

(Wenn Einschätzung oder Hauptbeschwerde unklar)

  • (Fremd-) Anamnese (SAMPLER, OPQRST)

  • Einschätzen der Umgebung

  • Weitere relevante Untersuchungen

  • Arbeitsdiagnose erstellen und Differentialdiagnosen ausschließen

  • Strategie-, Transport- und Zielentscheidung

  • Spezielle Maßnahmen gemäß Verdachtsdiagnose

Bemerkung

Der Einschätzungsblock muss in regelmäßigen Abständen in angemessenem Umfang wiederholt werden (Verlaufskontrolle)!

“Typische Sofortmaßnahmen” sind als*Beispiele* zu verstehen.

Bei absolut zeitkritischen Patienten, bei denen bereits dieABC-Einschätzung ergibt dass ein Transport nicht aufschiebbar ist, kann u.U. schon nach dem Punkt Ⓒ eine vorgezogene Transportentscheidung getroffen werden.

Die Maßnahmen von D und E sollen dann, sofern möglich,während des Transportes erfolgen.

Die Reihenfolge ist je nach Patientunterschiedlich!

Fett gedruckte Punkte haben eine besonders hohe Priorität.