Hypnotika#
Intravenöse Hypnotika binden an Liganden-gesteuerten Ionen Kanälen:
GABA, Glycin, 5 HT3 und neuronale Ach-Rezeptoren, NMDA, AMPA und an G-Protein gekoppelte Rezeptoren: z.B. Dexdor α2-Rezetoren im ZNS.
Ausnahme Ketamin: bindet an NMDA; nicht an GABA, Glycin, nAch!
Sie sind fettlöslich und können rasch durch Zellmembranen und Kapillaren diffundieren → Abfall der Plasmakonzentration durch Verteilung in den Kompartimenten!
Die Neurotransmitter GABA (Gehirn) und Glycin (RM, Hirnstamm) sind die wichtigsten schnell hemmen Neurotransmitter: Ligand, die zu einer Öffnung des Chloridkanals mit Einstrom von Chloridionen in die Zelle, und damit zu einer Hyperpolarisation mit Verminderung der neuronalen Erregbarkeit führen.
- GABA-Agonisten
Benzodiazepine (Diazepam, Midazolam,…) und ein kompetitiver Antagonist ist Flumazenil (Anexate), allerdings mit kurzer Wirkdauer mit Rebound Phänomen.
- Benzodiazepine Wirkung
Anxiolyse, anterograde Amnesie, Sedierung, muskelrelaxierende Wirkung, antikonvulsiv Cave: langsamer Wirkungseintritt, Titration über Minuten!
Je nachdem wie viele GABA-Rezeptoren besetzt sind: Anxiolyse < Sedierung < hynotische Wirkung
Benzodiazepine erniedrigen die Atemantwort auf Hyperkapnie!
3-Kompartmentmodell mit Wirkort#
Hypnotikum verteilt sich in schnellen, zentralen und langsamen Kompartimenten. Gleichzeitig setzt die Elimination ein: Die maximale Konzentration am Wirkort ist erreicht, wenn sich die Kurven der Blut- und Wirkortkonzentration treffen.
z.B. Time to peak Effekt von Propofol = 2,2 min.