Schlaf#
Allgemeine Anatomie#
Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird von der sogenannten “inneren Uhr” reguliert. Da dieser Rhythmus sich innerhalb eines Tages abspielt spricht man hier von einer zirkadianen Rhythmik. Diese wird von endogenen Oszillatoren (“inneren Uhren”) autonom gesteuert.
Zyklus#
Mittels EEG können verschiedene Schlafstadien unterschieden werden:
Schlafstadium 1: Bewusstsein zunehmend eingeschränkt, optische, traumartige Einflüsse, es können leichte bis starke Zuckungen des Körpers auftreten, noch instabiler Zustand, der durch kurze Wachepisoden unterbrochen werden kann.
Schlafstadium 2: eigentlicher Zeitpunkt für Schlafbeginn
Tiefschlafstadium 3
Tiefschlafstadium 4
REM-Phase: Die REM-Phase kennzeichnet sich durch zuckende Augenbewegungen, der Muskeltonus ist stark herabgesetzt. Die einzelne REM-Phasen dauern ca. 10-20 Minuten und wiederholen sich alle eineinhalb Stunden. Besonders beim Säugling und beim Kleinkind ist der Anteil der REM-Phasen am Schlaf besonders hoch (ca. 50 %) - möglicherweise ist dieser Teil des Schlafes für die Reifung des Gehirns besonders wichtig. Mit zunehmendem Alter nimmt dieser Anteil ab, bis er beim Erwachsenen nur noch 20 % beträgt.
Einzelne Schlafzyklen wiederholen sich ca. 4-5 Mal pro Schlaf. Neben der REM-Anzahl verringert sich auch die Dauer der einzelnen restlichen Schlafstadien im Laufe des Lebens.
Beeinflussende Faktoren#
Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist im Allgemeinen durch äußere Faktoren (Arbeit, Freizeit, Schlaf, Hell-Dunkel) dem 24-Stunden-Rhythmus des Tages angeglichen und wird im Körper selbst durch das Melatonin des Corpus pineale reguliert.
Der Tiefschlaf wird durch Hypothalamus und Teile des basalen Vorderhirns reguliert, der REM-Schlaf durch Kerne des Mittelhirns sowie des basalen Vorderhirns reguliert.
Aufgaben des Schlafs#
Tiefschlaf: körperinterne Homöostase
REM-Schlaf: Gedächtnisspeicherung, Wachstum