Rezeptoren#
Rezeptoren sind komplexe, große (Protein-)Moleküle, welche über Bindungsstellen eine selektive Anlagerung von Substanzen (Liganden, Agonisten) erlauben, welche über Wechselwirkungen eine Signalübertragung in die oder in der Zelle erlauben. Die Bindung eines Liganden führt zu einer Veränderung der räumlichen Anordnung des Proteins (Tertiär- und Quartärstruktur) und damit zu einer Veränderung des Funktionszustands des Proteins. Sie können sich sowohl in der Zellmembran als auch intrazellulär befinden.
Zu tun
#40 GRAFIK: Rezeptor mit Ligand
Wirkungsprinzipien#
Wirkungsart |
Vorgang |
Grundlage |
Topografie |
Schwellendosis |
|---|---|---|---|---|
spezifisch |
Interaktion mit Rezeptoren |
molekulare Passgenauigkeit |
abhängig von Rezeptorverteilung und -dichte |
niedrig |
unspezifisch |
Einlagerung in Membranen |
physikochemische Löslichkeit |
ubiquitär im Organismus |
hoch |
Art der Rezeptoren#
Man unterscheidet:
Liganden-gesteuerte Ionenkanäle
G-Protein gesteuerte Rezeptoren
Zu tun
#38 GRAFIK: Liganden-gesteuerter Ionenkanal
…/Pictures/Liganden-gesteuerter-Ionenkanal.png
- width:
100%
Zu tun
#39 GRAFIK: G-Protein-gesteuerter Rezeptor
…/Pictures/G-Protein-gesteuerter-Rezeptor.png
- width:
100%
Liganden-gesteuerter Ionenkanal |
G-Protein-gesteuerte Rezeptoren |
|---|---|
|
|
Steuerung |
Axonale Konduktion |
Synaptische Transmission |
Humorale Transduktion |
|---|---|---|---|
Spannungsabhängige Ionenkanäle |
Sehr schnelle Effekttransformation |
0 |
0 |
Liganden gesteuerte Ionenkanäle |
0 |
Schnelle Effekttransformation |
Langsame Effekttransformation |
G-Protein gesteuerte Rezeptoren |
0 |
Langsame Effekttransformation |
Langsame Effekttransformation |
Intrazelluläre Rezeptoren |
0 |
0 |
Sehr langsame Effekttransformation |
Hauptgruppe |
Untergruppe |
Mechanismus |
Relative intrisische Aktivität a |
|---|---|---|---|
Agonisten |
rein |
Rezeptor-spezifische Aktivierung |
1 |
partiell |
0>a>1 |
||
Antagonisten |
partiell kompetitiv |
Rezeptor-spezifische Inaktivierung |
0>a> |
nicht kompetitiv |
Allosterisch, effektbezogeneIrreversible Inhibierun |
0 |
|
funktionell |
Unterschiedliche Wirkort |
||
physiologisch |
Gegenregulation durch Homöostase |
||
chemisch |
Chemische Inaktivierung |