Vorwort

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Vorwort#

Liebe Leserinnen und Leser!

Das Kompendium des CCCA ist das Nachfolgeprojekt der Arbeits- und Ausbildungsstandards für den Sanitätsdienst (AASS) und stellt das zukünftige Hauptwerk des CriticalCare Club Austra dar. Die Wurzeln dieses Werkes reichen zurück in das Jahr 2008. Damals entstanden in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Gruppe Floridsdorf-Donaustadt, Wien, ausgehend von den Erfordernissen der Rettungssanitäter-Kurse, die “Arbeits- und Ausbildungsstandards für den Sanitätsdienst” (AASS). Sie bildeten die Grundlage der Rettungssanitäter-Curricula und konnten sich schon früh, etappenweise und unter kontrollierten Bedingungen eingeführt, als Lern- und Ausbildungsunterlage bewähren.

Doch jedes Buch hat einen stillen Mitautor, die Zeit. Unter ihrer umsorgenden Führung hat die Professionalisierung der Notfallmedizin, allen voran der präklinischen Notfallmedizin, in unseren Breiten spürbar zugenommen, und damit auch die Anforderungen an das Fachpersonal drastisch erhöht. Dem wollen wir nun mit einer umfassenden Neuausrichtung und drastischen Überarbeitung der AASS und Überführung in ein “neues” Projekt Rechnung tragen.

Das neue Kompendium strebt danach, ein strukturiertes, frei verfügbares, modern publiziertes, Lehr- und Handbuch der prä- und innerklinische Notfall- und Rettungsmedizin für medizinisches bzw. Sanitäts-Fachpersonal zu sein. Entgegen bisheriger, herkömmlicher Werke zeichnet sich das Werk durch folgende Eigenschaften aus:

OpenAccess

Das Kompendium ist frei, niederschwellig und unentgeltlich unter einer Creative Commons Lizenz verfügbar. Für den Benutzer bedeutet das: Keine Abo-Gebühren, voller Zugriff auf alle Inhalte (online).

Kollaboration

Das Kompendium ist ein Gemeinschaftswerk, welche, geführt von einer Redaktionsstruktur, Beiträge von externen Autoren entgegen nimmt, bewertet und ggfs. in das Werk integriert.

Moderne Publikation

Das Kompendium ist auf ePublishing, d. h. eBooks, Webseiten etc., ausgelegt um einen niederschwelligen Zugriff und ein hohes Maß an Aktualität zu ermöglichen. Der Veröffentlichung von druckfertigen Formaten (PDF) zum “selber drucken” wird ebenso unterstützt. Die Auflage eines Druckwerkes im Selbstverlag, sollte die Nachfrage bestehen, ist eine mögliche Option, wird aber nicht primär angestrebt.

Struktur

Das Kompendium ist analog zu einem Buch strukturiert, d. h. es ist keine bloße Ansammlung von “Blog-Posts” o. ä., bedient sich aber gleichzeitig der Vorteile von ePublishing (Internet-Integration, multimediale Inhalte, …).

Integrativer Ansatz

Das Kompendium richtet sich nicht ausschließlich an eine Berufsgruppe, sondern bildet eine Basis angefangen vom präklinisch erstversorgenden qualifizierten Sanitäter über Notärzte bis hin zum innerklinischen notfallmedizinischen ärztlichen und pflegerischen Personal.

Pro bono

Honorar- oder Anteilsdiskussionen sind der voraussagbare Tod einer hehren Idee. Das Kompendium ist ein Non-Profit-Projekt und die Mitarbeit und sämtliche Beiträge geschehen auf ehrenamtlicher, unentgeltlicher, Basis.

Wir hoffen, gerade mit der niederschwelligen und kostenlosen Verfügbarkeit, viele Benutzer zu erreichen, die andernfalls von dem Aufwand und den Kosten einschlägiger Lehrbücher und Materialien abgeschreckt wären. Ebenso wenden wir uns an in der Medizin oder im Rettungswesen Tätige, welche noch am Beginn ihrer Laufbahn in diesem Bereich stehen, und vielleicht mit der Rettungs- und Notfallmedizin noch keinen oder kaum Kontakt hatten: Diese möchten wir für dieses Feld begeistern und motivieren sich neue Fähigkeiten anzueignen. Auch jenen, die sich bereits entschlossen haben in diesem Bereich ihre Laufbahn zu beginnen oder fortzusetzen, möchten wir ein Werkzeug in die Hand geben dass sie, sei es in Notarzt- oder Notfallsanitäterlehrgängen o. ä., ihre Motivation in persönlichen Erfolg und Nutzen für ihre von ihnen betreute Umwelt umsetzen können.

Ziel dieses Werkes ist es folglich, das Wissen und die Welt der Notfallmedizin auch abseits bereits breitgetretener Pfade darzustellen, und sowohl eine Unterlage für die Aus- und besonders der /Weiter-/ Bildung, als auch ein Hilfsmittel für die Praxis zu schaffen. Besonderer Wert wird dabei nicht nur auf die Praxis, sondern auch – heutzutage nicht mehr ganz modern – auf das Hintergrundwissen und relevante Randbereiche gelegt. Denn in einer Zeit, in der das praktische Wissen innerhalb weniger Jahre bereits wieder veraltet ist, bildet dieses Fundament die Chance für eine langjährige Tätigkeit und erlaubt selbstständiges, regelgeleitetes Arbeiten (anstatt strikten, regelgebundenen Handelns).

Waren die AASS bisher eher Rettungspersonal mit eher minimalem medizinischem Basiswissen ausgerichtet (in Österreich klassischerweise Rettungssanitäter), so wendet sich das neue Kompendium an fortgeschrittenes medizinisches Fachpersonal. Dabei wird ein integrativer, humanistischer Ansatz verfolgt im Sinne des Leitspruchs „Sapere aude“ [1]. Dieser umfassende, integrative Ansatz und der Versuch, in einem Werk so viele verschiedene medizinische Kompetenzniveaus zu bedienen, ist sicherlich nicht problemfrei oder einfach. Dennoch ist es gerade im permanenten Hochrisikoumfeld der medizinischen Betreuung kritisch Kranker ein wesentliches Qualitäts- und Erfolgskriterium, wenn das eigene Wissen und der persönliche Horizont das eigene Tätigkeitsfeld überschreitet und man einen Sinn für die wesentlichen Faktoren des gesamten Behandlungsprozesses hat.

Wie wir das Spannungsfeld zwischen “medizinischen Basics” und “High-yield-Medicine” didaktisch konkret meistern werden? Das ist ein interessanter und herausfordernder, wahrscheinlich nicht ganz konfliktfreier, Teil dieses Projekts. Ja, es ist ein bisschen ein Experiment, und dieses Werk lebte (als AASS) und lebt von Experimenten.

Unser Ziel ist jedenfalls keine „Fertigstellung“ (von der wir ohnehin noch weit entfernt wären), sondern ein beharrliches Weiterentwickeln unserer Fähigkeiten und der ebenso beharrliche Versuch, andere in der Betreuung kritisch kranker Menschen mit unserer Arbeit zu unterstützen.

– saluti et solatio aegrorum

Wien, im März 2026

Die Herausgeber

Kompendium des CCCA#

Das Kompendium des CCCA ist das Nachfolgeprojekt der Arbeits- und Ausbildungsstandards für den Sanitätsdienst (AASS) und stellt das zukünftige Hauptwerk unseres Vereins dar. Das Ziel ist eine Neuorientierung auf höhere Kompetenzniveaus.

Saluti et solatio aegrorum [2]

Die Web-Plattform für die Entwicklung befindet sich auf Github™:

Derzeit gibt es noch keine Veröffentlichung des Kompendiums. Eine Entwicklungsversion (Preview) findet sich unter:

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( Your objective is to save the world,    )
( while still leading a pleasant life.    )
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