Bronchien

4.1.3. Bronchien#

An der Gabelung (Bifurkation) der Trachea (Hauptkarina, Bifurcatio tracheae) geht diese in den linken und rechten Hauptbronchus über.

Entsprechend der Lungenlappen teilt sich der Hauptbronchus danach rechts in 3 und links in 2 Lappenbronchien. Bronchi teilen sich dichodom (immer auf 2), ab 16 Verzweigungen findet ein Gasaustausch statt, max. 23 Verzweigungen. Der Atemwegsdurchmesser nimmt dadurch exponentiell zu und die Gasgeschwindigkeit ab. Der größte Widerstand ist bei der 3–4 Generation. Aus den einzelnen Lappenbronchien gehen beidseits jeweils 10 Segmentbronchien hervor, wobei links meistens der 7. und 8. Segmentbronchus verschmolzen sind. D.h. normalerweise besitzt die rechte Lunge 10 Segmentbronchien, die linke Lunge 9 Segmentbronchien. Die kleinste luftleitende Struktur ist der Bronchiolus Bronchiolus. Dieser besitzt keine Knorpelspangen mehr und kann daher kollabieren. Sie sind dann nur noch ca. 1 mm im Durchmesser und reich an glatter Muskulatur. Durch den Zug von elastischen Fasern in ihren Wänden werden sie am Kollabieren gehindert und offen gehalten.

Der rechte Hauptbronchus verläuft steiler und weiter als der linke und ist daher häufiger von Aspirationen oder Tubusfehllagen betroffen. Als seltene Normvariante kann der Lappenbronchus des rechten Oberlappens bereits aus der Trachea abgehen (Bronchus trachealis, “Schweinebronchus”).

Über dem linken Hauptbronchus befindet sich der Aortenbogen, unter und ventral zum rechten Hauptbronchus befindet sich die Teilung des Truncus pulmonalis. Der Gabelung von Ober- und Unterlappen ist beim linken Hauptbronchus deutlich später als rechts, sodass der linke länger als der rechte ist. Dies ist bei der Platzierung eines Doppellumentubus vorteilhaft.